| 29.07.2022, 08:08 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der US-amerikanische Chemiekonzern Dow und die britische Mura Technology kündigen die nächsten Schritte im Rahmen ihrer Partnerschaft im Bereich Kunststoffrecycling an. Laut einer Pressemitteilung von Dow planen die beiden Unternehmen in den kommenden Jahren die Errichtung mehrerer neuer Kunststoffrecyclinganlagen an verschiedenen Standorten in den USA und in Europa. Die Anlagen sollen über Recyclingkapazitäten von jeweils rund 120.000 Tonnen im Jahr verfügen, geprüft wird eine Ansiedlung an Produktionsstandorten von Dow. Der Aussendung zufolge soll die Gesamtkapazität dieser Anlagen bis 2030 bei 600.000 Jahrestonnen liegen. Somit planen Dow und Mura in diesem Zeitraum die Inbetriebnahme von insgesamt fünf neuen Recyclingkomplexen. In den geplanten Anlagen soll das von Mura Technology entwickelte Recyclingverfahren HydroPRS genutzt werden. HydroPRS (Hydrothermal Plastic Recycling Solution) basiert auf der CatHTR-Technologie des australischen Unternehmens Licella Holdings und nutzt Wasser, Hitze und Druck für das Recycling von gemischten Kunststoffabfällen. Mura Technology errichtet derzeit am britischen Standort Teesside den weltweit ersten großen HydroPRS-Komplex. Die erste Anlage soll dort im kommenden Jahr mit einer Kapazität von 20.000 Jahrestonnen in Betrieb genommen werden und Dow mit recycelten Ausgangsstoffen für die Produktion neuer Kunststoffe beliefern. Langfristig sind an dem Standort bei Middlesbrough in Nordostengland laut früheren Angaben jedoch Kapazitäten für das Recycling von jährlich insgesamt 80.000 Tonnen Kunststoffabfall geplant. Dow und Mura Technology hatten im vergangenen Jahr eine Partnerschaft für den Ausbau des Kunststoffrecyclings vereinbart (siehe auch plasticker-News vom 27.04.2021). Ziel ist dabei, die weltweiten Kapazitäten und finanziellen Ressourcen von Dow mit dem technologischen Know-how von Mura zu kombinieren, um mit der Anwendung von HydroPRS im industriellen Maßstab ein umfassendes Kreislaufmodell im Kunststoffsektor zu etablieren. Mura Technology kooperiert bei der weiteren Entwicklung und Kommerzialisierung des HydroPRS-Verfahrens u.a. mit der US-amerikanischen KBR, die als Engineering-Partner auch am Bau entsprechender Anlagen beteiligt ist. Weitere Kooperationspartner von Mura sind u.a. Chevron Phillips Chemical (CPChem), der südkoreanische Chemiekonzern LG Chem und das deutsche Kunststoffunternehmen Igus. Weitere Informationen: www.dow.com, www.muratechnology.com |
Dow, Midland, Michigan, USA + Mura Technology, Großbritannien
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