| 01.12.2022, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das zum saudi-arabischen Ölkonzern Saudi Aramco gehörende Unternehmen S-Oil plant die Entwicklung eines neuen Petrochemiekomplexes in Südkorea. Laut Pressemitteilung der koreanischen Aramco-Tochter fiel Mitte November die endgültige Investitionsentscheidung (FDI) für das Projekt Shaheen. Dabei sollen am Standort Ulsan an der koreanischen Südostküste rund sieben Mrd. USD investiert werden. Das Projekt sieht die Errichtung von neuen Anlagen für jährlich insgesamt bis zu 3,2 Mio. Tonnen verschiedener petrochemischer Produkte vor. Medienberichten zufolge entsteht in Ulsan u.a. ein neuer Steamcracker mit Kapazitäten für 580.00 Tonnen Ethylen, 770.000 Tonnen Propylen, 200.000 Tonnen Butadien und 280.000 Tonnen Benzene im Jahr. In dieser Anlage soll das von Aramco gemeinsam mit Lummus Technolgy entwickelte TC2C-Verfahren (thermal crude to chemicals) für die Gewinnung der genannten Olefine und Basischemikalien aus Rohbenzin (Naphtha) und Raffineriegasen zur Anwendung gelangen. Darüber hinaus sind mehrere Anlagen für die Produktion von insgesamt mehr als 1,3 Mio. Tonnen Polyethylen (HDPE und LLDPE) geplant. Die Bauarbeiten sollen laut Pressemitteilung im kommenden Jahr beginnen, die Fertigstellung des Komplexes wird im Jahr 2026 angestrebt. Mit der Projektierung, Beschaffung und Errichtung der Anlagen wurden im Rahmen eines EPC-Auftrags (engineering, procurement, construction) bereits die koreanischen Unternehmen Hyundai Engineering & Construction, Hyundai Engineering und Lotte Engineering & Construction betraut. Aramco-Chef Amin H. Nasser erklärte: "Die globale petrochemische Landschaft entwickelt sich aufgrund der erwarteten Beschleunigung des Nachfragewachstums rasch weiter, was zum Teil auf den steigenden Verbrauch in den aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens zurückzuführen ist. Aus diesem Grund ist das Shaheen-Projekt von S-Oil gut positioniert, um die steigende Nachfrage nach den Materialien zu decken, die in den Schlüsselindustrien der Region benötigt werden. Mit der weiteren Integration von Raffinerie- und Verarbeitungsprozessen durch die erstmalige Kommerzialisierung der TC2T-Technologie von Aramco wollen wir eine effizientere, wettbewerbsfähigere und nachhaltigere Wachstumsplattform schaffen und gleichzeitig den Weg für eine weitere Expansion im Downstream-Bereich ebnen." Saudi Aramco ist seit 1991 an S-Oil beteiligt und kontrollieren mittlerweile über die Aramco Overseas Company mehr als 63 Prozent der Anteile des südkoreanischen Unternehmens. Weitere Informationen: www.aramco.com, www.s-oil.com |
Aramco + S-Oil, Ulsan, Südkorea
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