| 02.03.2023, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das niederländische Chemieunternehmen Avantium hat mit der US-amerikanischen Origin Materials eine Partnerschaft für die beschleunigte Entwicklung der industriellen Produktion von Furandicarbonsäure (FDCA) vereinbart. Darüber informierten beide Unternehmen dieser Tage in einer Pressemitteilung. Demnach planen Avantium und Origin Materials die Zusammenführung ihrer Technologieplattformen, um im industriellen Maßstab FDCA aus Holzabfällen zu produzieren. Dabei verfügt Origin Materials über das Know-how für die Verarbeitung von Holzabfällen zu Chloromethylfurfural (CMF), aus dem mit dem YXY-Verfahren von Avantium FDCA gewonnen werden kann. FDCA gehört zu den wichtigsten Plattformchemikalien für die Herstellung von Biokunststoffen und wird vor allem für die Produktion von Polyethylenfuranoat (PEF) benötigt. PEF wiederum eignet sich insbesondere für die Herstellung von Lebensmittel- und Getränkeverpackungen und könnte dabei langfristig PET ersetzen. Im Rahmen der Partnerschaft lizenziert Avantium an Origin Materials relevante Elemente ihres YXY-Verfahrens für die Verarbeitung von CMF-Derivaten zu FDCA in einer Anlage mit einer Jahreskapazität von bis zu 100.000 Tonnen. Die Amerikaner haben dafür bereits eine Vorauszahlung in Höhe von fünf Mio. Euro geleistet und werden nun weitere 7,5 Mio. Euro als "milestone fee" an Avantium überweisen. Zudem wird Avantium auf der Grundlage einer bedingten Abnahmevereinbarung Origin Materials mit FDCA und PEF beliefern, im laufenden Jahr zunächst aus ihrer Pilotanlage in Geleen und ab 2024 aus einer kommerziellen Anlage in Delfzijl. Ziel ist die Beschleunigung der Markteinführung von FDCA- und PEF-Anwendungen. Die an den Börsen in Amsterdam und Brüssel notierte Avantium gilt als führendes Technologieunternehmen im Bereich der erneuerbaren Chemie. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen auf pflanzlicher Basis. In Delfzijl im Nordosten der Niederlande errichtet das Unternehmen eine Anlage für 5.000 Tonnen FDCA im Jahr (siehe auch plasticker-News vom 22.04.2022). Am gleichen Standort verfügt Avantium bereits über eine Pilotanlage zur Verarbeitung von Biomasse zu Glukose und Lignin sowie eine Demoanlage zur bio-basierten Produktion von Mono-Ethylenglycol (MEG). Origin Materials hat ihren Sitz im kalifornischen West Sacramento und ist nach eigenen Angaben das weltweit führende Unternehmen im Bereich "kohlenstoffnegativer" chemischer Technologien. In Sarnio in der kanadischen Provinz Ontario nimmt Origin Materials in Kürze ihr erstes größeres Werk für die Gewinnung von CMF und anderer Materialien aus Holzabfällen in Betrieb. Weitere Informationen: www.avantium.com, www.originmaterials.com |
Avantium, Amsterdam, Niederlande
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