| 28.10.2024, 14:13 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Deutschlands größter Industriekonzern Volkswagen schockiert seine Belegschaften in den heimischen VW-Werken mit Kahlschlagplänen historischen Ausmaßes. Wie es in einer Pressemitteilung des Betriebsrats weiter heißt, will der Vorstand mindestens drei VW-Werke schließen, verbunden mit Arbeitsplatzverlusten für Zehntausende Beschäftigte, zudem fast alle dann noch bestehenden Werke verkleinern, sowie bisherige Kernbereiche abstoßen und obendrein für die verbleibenden Beschäftigten erhebliche Lohneinbußen durchsetzen. Diese Pläne habe die Unternehmensleitung kürzlich dem Gesamtbetriebsrat als ihren Weg aus der Krise präsentiert - unabhängig von der VW-Haustarifrunde. Gegenüber der Belegschaft hülle sich der Vorstand weiter in Schweigen. Deshalb informierten am Montag die örtlichen Arbeitnehmervertretungen in parallelen Versammlungen an allen zehn deutschen VW-Standorten (Braunschweig, Chemnitz, Dresden, Emden, Hannover, Kassel, Osnabrück, Wolfsburg, Salzgitter und Zwickau) ihre Belegschaften. Insgesamt beteiligten sich nach ersten Angaben mehrere zehntausend Kollegen. Im Stammwerk Wolfsburg sprach die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo: „Der Vorstand will in Deutschland mindestens drei VW-Werke dichtmachen. Er behauptet: Ohne einen solchen Einschnitt geht es nicht. Der Vorstand hat außerdem vor, alle dann noch verbleibenden Werke hierzulande zu schrumpfen. Das heißt konkret, dort weit über das, was wir bisher schon gemacht haben, noch weitere Produkte, Stückzahlen, Schichten und ganze Montagelinien herauszunehmen. Alle deutschen VW-Werke sind von diesen Plänen betroffen. Keines ist sicher!“ Sie betonte: „Dem Vorstand geht es um noch mehr: Er will sich zusätzlich von ganzen Abteilungen und Bereichen trennen. Und die dortige Arbeit ins Ausland verlagern oder sie gleich ganz extern vergeben.“ Die Outsourcing-Pläne reichen demnach von angelernten bis zu akademischen Tätigkeiten. „Niemand von uns kann sich hier noch sicher fühlen!“ Die Betriebsratsvorsitzende warnte, das alles als ‚Säbelrasseln in der Tarifrunde‘ abzutun: „Das ist der Plan des größten deutschen Industriekonzerns, in seiner Heimat Deutschland den Ausverkauf zu starten. (…) Mit diesen Vorhaben des Vorstandes stehen bei Volkswagen in Deutschland zehntausende Arbeitsplätze auf dem Spiel.“ Weitere Informationen: www.igm-bei-vw.de, www.volkswagen.de |
IG Metall Geschäftsstelle Wolfsburg, Wolfsburg
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