| 27.03.2025, 10:21 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
![]() Prinzipskizze zur Funktionsweise der nachhaltigen SHP-Polymerkomposite und -Beschichtungen - (Skizze: SKZ). Extrem wasserabweisende oder superhydrophobe Oberflächen bieten viele Vorteile. Sie werden beispielsweise im Schiffbau oder in Rohrleitungssystemen eingesetzt, um die Reibung mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten zu minimieren. Bei kalten Außentemperaturen kann man oft beobachten, dass Autofahrer kräftig an den Türen ziehen, was bei Schließsystemen von Autotüren zu erhöhter Reibung oder sogar zum Blockieren des Schließsystems führen kann, da sich zwischen dem Metallrahmen und den beweglichen Teilen Eis bildet. Auch hier können superhydrophobe (SHP) Oberflächen diese Eisbildung verhindern. Aufgrund der hohen Beanspruchung und der damit verbundenen Belastung verliert die Beschichtung in diesem Anwendungsbereich jedoch schnell ihre Wirkung bzw. nutzt sich auf Dauer einfach ab. Um diese Herausforderung zu meistern, hat sich ein Projektteam zusammengefunden. Das Kunststoff-Zentrum SKZ kooperiert mit dem Fraunhofer Institut für angewandte Polymerforschung, der Carl Bechem GmbH und der 4D Concepts GmbH, um eine SHP-Oberfläche zu entwickeln, deren Wirkung nachhaltig und dauerhaft u.a. die Eisbildung an beweglichen Teilen von Schließsystemen verhindern soll. „Unser Ansatz ist es, eine Beschichtung mit Mikrokapseln zu entwickeln, die mit einer superhydrophoben Substanz gefüllt ist und direkt ins Material eingebracht wird, wodurch sich die Schicht immer wieder erneuert. Das Bauteil würde dadurch langlebiger und auch ressourceneffizienter, denn eine immer wiederkehrende externe Applikation auf die Oberfläche wäre dann nicht mehr nötig“, erklärt Patrick Limbach, Senior Engineer am SKZ. Durch die Integration von Mikrokapseln in Kunststoffcompounds lassen sich vielfältige Eigenschaftsverbesserungen in Bauteilen erzielen. Das Kunststoff-Zentrum SKZ verfügt bereits aus anderen Forschungsprojekten über umfangreiche Erfahrungen in der Entwicklung und Einarbeitung von Mikrokapseln in Kunststoffsysteme. Bei erfolgreichem Abschluss des im September 2024 gestarteten und bis 2027 geplanten Forschungsvorhabens sind weitere Anwendungen für selbstregenerierende SHP-Oberflächen denkbar. Überall dort, wo tribologisch beanspruchte Beschichtungen im Außenbereich eingesetzt werden, kann die Entwicklung Vorteile bringen. Als Beispiele werden Rolltore oder Außenrollos genannt, bei denen Vereisung zu ähnlichen Problemen führen und den Antriebsmotor belasten. Weitere Informationen: www.skz.de |
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
» insgesamt 548 News über "SKZ" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Polytives: Erweiterung des Prozessspielraums bei PMMA-Compounds
ifo: Geschäftsklimaindex im März gesunken
Argus Additive Plastics: Gründer Helmut Hirsch übergibt an die nächste Generation
GKV: Kunststoffverarbeiter melden flächendeckende Preisaufschläge und Force-Majeure-Erklärungen
Meist gelesen, 10 Tage
GKV: Kunststoffverarbeiter melden flächendeckende Preisaufschläge und Force-Majeure-Erklärungen
Alpla: Ersten Produktionsstandort auf den Philippinen eröffnet
Craemer: Neue Windenergieanlage für Spritzgießwerk
Argus Additive Plastics: Gründer Helmut Hirsch übergibt an die nächste Generation
Lanxess: Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis in 2025 - Abbau von 550 Stellen in Planung
Meist gelesen, 30 Tage
BASF: Weltweite Preiserhöhungen für Kunststoffadditive
Herbold Meckesheim: Zweite PET-Waschanlage für Doğa PET erweitert Recyclingkapazität
Engel: Neue Groß-Spritzgießmaschine für Bauteile über 2,5 Quadratmeter
Meist gelesen, 90 Tage
Aequita: Übernahme des europäischen Olefin- und Polyolefingeschäfts von Sabic
Vynova Wilhelmshaven: Geschäftsbetrieb stabilisiert – Investorenprozess gestartet
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Simulationsgestützte Bestimmung und Optimierung der Mischgüte in der Einschneckenextrusion
|