| 26.11.2025, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Fünf Jahre nach dem Beschluss des Bundestags, dünne Einweg-Plastiktüten zu verbieten, zeigt sich eine klare Wirkung: Der Verbrauch entsprechender Tragetaschen ist in Deutschland nach Angaben des Verbandes der Kunststofferzeuger Plastics Europe erheblich zurückgegangen. Das 2020 beschlossene und seit 2022 vollständig wirksame Verbot setzt eine EU-Vorgabe um, die die Nutzung leichter Kunststofftragetaschen zwischen 15 und 50 Mikrometern Wandstärke deutlich reduzieren sollte. Deutlicher Rückgang beim Verbrauch Nach aktuellen Daten von Eurostat sank der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland von rund 57 Tüten im Jahr 2018 auf etwa 31 im Jahr 2023. Damit wird die europäische Zielmarke von höchstens 40 Tüten pro Person und Jahr klar erfüllt. ![]() Der Verbrauch leichter Einweg-Kunststofftragetaschen hat sich in Deutschland seit dem Jahr 2018 etwa halbiert - (Quelle: Eurostat). Übergangsfrist beendet – Vollständiges Verbot seit 2022 Eine Übergangsfrist erlaubte es dem Handel, Restbestände aufzubrauchen. Seit dem 1. Januar 2022 dürfen dünne Einweg-Plastiktüten nicht mehr an der Ladenkasse ausgegeben werden. Das Verbot gilt auch für biobasierte oder abbaubare Varianten. Händler, die weiterhin unzulässige Tüten mit weniger als 50 Mikrometern Wandstärke anbieten, müssen mit Bußgeldern von bis zu 100.000 Euro rechnen. Ausnahme für sehr leichte Beutel und Mehrweg-Tragetaschen Ausgenommen bleiben sehr leichte Kunststoffbeutel unter 15 Mikrometern für frisches Obst und Gemüse, sofern sie aus hygienischen Gründen erforderlich sind. Ebenfalls erlaubt sind robuste Mehrweg-Tragetaschen aus Kunststoff, die für einen wiederholten Einsatz ausgelegt sind. Ökobilanz rückt in den Mittelpunkt Die Kunststoffbranche unterstützt das Ziel, unnötige Abfälle zu vermeiden, verweist jedoch auf die Bedeutung der Lebenszyklusanalyse bei der Bewertung verschiedener Tragetaschen. Laut Dr. Christine Bunte von Plastics Europe Deutschland haben sich Kunststofftragetaschen insbesondere im Mehrwegbereich bewährt. Robust ausgelegte Modelle weisen demnach häufig eine günstigere Ökobilanz auf als Alternativen wie Baumwolltaschen. Studien belegen, dass Mehrweg-Kunststofftragetaschen schon nach wenigen Einsatzzyklen klimafreundlicher sind als Einwegvarianten. Baumwollbeutel benötigen dagegen rund 50 bis 150 Nutzungen, um in der Gesamtbilanz vergleichbar abzuschneiden. Weitere Informationen: www.plasticseurope.org |
Plastics Europe, Brüssel, Belgien + PlasticsEurope Deutschland e.V., Frankfurt am Main
» insgesamt 290 News über "Plasticseurope" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
BASF: Neuen Verbundstandort in Zhanjiang offiziell in Betrieb genommen
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
Polytives: Erweiterung des Prozessspielraums bei PMMA-Compounds
ifo: Geschäftsklimaindex im März gesunken
Argus Additive Plastics: Gründer Helmut Hirsch übergibt an die nächste Generation
Meist gelesen, 10 Tage
GKV: Kunststoffverarbeiter melden flächendeckende Preisaufschläge und Force-Majeure-Erklärungen
Craemer: Neue Windenergieanlage für Spritzgießwerk
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
Argus Additive Plastics: Gründer Helmut Hirsch übergibt an die nächste Generation
Lanxess: Preiserhöhung für Flammschutzmittel, Weichmacher und andere Spezialadditive
Forum Rezyklat: Neue Initiative fürs Polystyrol-Recycling – Neue Mitglieder
Meist gelesen, 30 Tage
BASF: Weltweite Preiserhöhungen für Kunststoffadditive
GKV: Kunststoffverarbeiter melden flächendeckende Preisaufschläge und Force-Majeure-Erklärungen
Herbold Meckesheim: Zweite PET-Waschanlage für Doğa PET erweitert Recyclingkapazität
Meist gelesen, 90 Tage
Aequita: Übernahme des europäischen Olefin- und Polyolefingeschäfts von Sabic
Vynova Wilhelmshaven: Geschäftsbetrieb stabilisiert – Investorenprozess gestartet
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern
|