| 12.02.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Der Tüv Süd ist erstmals auf der KPA – Kunststoff Produkte Aktuell – in Ulm vertreten und stellt dort sein Leistungsportfolio rund um Recycling, Rezyklate und Kreislaufwirtschaft vor. Im Mittelpunkt stehen technische und regulatorische Anforderungen an Kunststoffprodukte, darunter Rezyklatgehalte, Design for Recycling, Produktsicherheit, Ökobilanzen sowie die Umsetzung aktueller europäischer Verordnungen wie der Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR), der geplanten Altfahrzeugverordnung (ELVR) und der Ökodesign-Verordnung (ESPR).Das Unternehmen bietet Prüf-, Audit- und Zertifizierungsleistungen für Kunststoffverarbeiter, Compoundeure, Zulieferer und Markenhersteller an. Ziel ist es, die Kreislauffähigkeit von Produkten nachweisbar zu machen und Nachhaltigkeitsanforderungen entlang der Lieferkette regelkonform umzusetzen. Zertifizierung von Rezyklatanteilen entlang der Wertschöpfungskette Ein Schwerpunkt des Messeauftritts ist die unabhängige Zertifizierung von Rezyklatanteilen – vom Rohmaterial über Zwischenprodukte bis zum Endprodukt. Tüv Süd prüft und verifiziert Nachhaltigkeitsaussagen auf Basis internationaler Normen wie EN 15343, EN 45557 und ISO 14021. Die Zertifizierung umfasst die systematische Dokumentenprüfung sowie die Analyse physischer Materialflüsse. Auf dieser Grundlage werden auditierbare und rechtssichere Nachweise erstellt, die Unternehmen bei der Erfüllung wachsender regulatorischer Anforderungen unterstützen. Angesichts verschärfter Vorgaben für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen gewinnt die belastbare Dokumentation von Rezyklatgehalten an Bedeutung. Verbindung von Recyclinganteil und Produktsicherheit Neben dem Recyclinganteil berücksichtigt Tüv Süd bei Zertifizierungen auch produktsicherheits- und chemikalienrechtliche Anforderungen. In der Europäischen Union in Verkehr gebrachte Produkte dürfen keine verbotenen Stoffe enthalten und müssen einschlägige Vorschriften wie die REACH-Verordnung, die POP-Verordnung sowie künftige PFAS-Beschränkungen einhalten. Bei Bedarf erfolgen ergänzende Prüfungen durch akkreditierte Labore und Produktexperten. Damit sollen Recyclinganteile, gesetzliche Konformität und Produktsicherheit gemeinsam bewertet und dokumentiert werden. Unterstützung bei der Umsetzung neuer EU-Vorgaben Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) ergeben sich für Unternehmen umfassende Pflichten entlang der Wertschöpfungskette. Tüv Süd unterstützt bei der Einhaltung von Schadstoffgrenzwerten (Art. 5), bei der Bewertung und Verbesserung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen (Art. 6) sowie bei der Umsetzung verbindlicher Mindestrezyklatquoten (Art. 7). Darüber hinaus begleitet das Unternehmen die Umsetzung weiterer Anforderungen, darunter der rechtssichere Einsatz biobasierter Rohstoffe, spezifische Vorgaben zur Kompostierbarkeit, Materialminimierung und Leerraumquoten zur Abfallvermeidung. Auch die geplante Altfahrzeugverordnung (ELVR) und die Ökodesign-Verordnung (ESPR) werden künftig Anforderungen an den Einsatz recycelter Materialien und entsprechende Nachweise etablieren. Ökobilanzen und Product Carbon Footprints Ergänzend zu Zertifizierungsleistungen bietet Tüv Süd die Erstellung von Ökobilanzen (Life Cycle Assessment, LCA) gemäß ISO 14040/44 sowie die Berechnung von Product Carbon Footprints (PCF) nach ISO 14067 an. Diese Analysen dienen der Quantifizierung von Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg. Durch die vergleichende Bewertung unterschiedlicher Materialoptionen – etwa von Rezyklaten gegenüber Neuware – erhalten Unternehmen eine faktenbasierte Grundlage für strategische Entscheidungen im Bereich Nachhaltigkeit und zur Erfüllung regulatorischer Berichtspflichten. KPA Ulm 2026, 25.-26. Februar 2026, Ulm, Halle 3, Stand E11 Weitere Informationen: www.tuvsud.com |
Tüv Süd AG, München
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