| 12.05.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() ![]() SPM123 - Neue mobile Anlage zur Reinigung, Spülung und Prüfung von Temperierkanälen - (Bild: Fimro). Der Zustand der Temperierkanäle hat wesentlichen Einfluss auf die thermische Stabilität von Druckgießwerkzeugen. Ablagerungen wie Kalk, Korrosionsrückstände oder andere prozessbedingte Verunreinigungen beeinträchtigen den Wärmeübergang, verringern die Durchflussmenge und können zu instabilen Werkzeugtemperaturen führen. In der Folge steigen Zykluszeiten und Energiebedarf, während zugleich Qualitätsschwankungen bei den Bauteilen auftreten können. Vor diesem Hintergrund gewinnt die systematische Reinigung und Überprüfung von Temperierkreisläufen zunehmend an Bedeutung. Mit der SPM123 führt Fimro Reinigung, Prüfung und Messtechnik in einer mobilen Einheit zusammen. Die Bezeichnung der Anlage steht für Spülen, Prüfen und Messen und beschreibt damit das Grundprinzip des Systems. Eingesetzt wird die Anlage direkt am Werkzeug. Damit lassen sich Transportwege und Stillstandszeiten im Wartungsprozess reduzieren. Zum Funktionsumfang gehören die chemisch unterstützte Reinigung von Temperierkanälen, Spülprozesse zur Entfernung gelöster Ablagerungen sowie die integrierte Durchflussmessung und Druck- beziehungsweise Dichtigkeitsprüfung einzelner Kreisläufe. Darüber hinaus können Messdaten dokumentiert und für Qualitätssicherung oder vorbeugende Instandhaltung genutzt werden. Die wesentliche technische Neuerung liegt in der Zwei-Pumpen-Architektur. Während viele Reinigungssysteme mit einer universellen Pumpenlösung arbeiten, kombiniert die SPM123 zwei unterschiedlich ausgelegte Pumpensysteme. Eine frequenzgeregelte Pumpe ist für konventionelle Temperierkanäle vorgesehen. Ihre Förderleistung wird an die Anzahl der angeschlossenen Kreisläufe sowie an deren Querschnitte angepasst, um einen stabilen und bedarfsgerechten Spülprozess zu ermöglichen. Ergänzt wird das System durch eine zweite Pumpe, die speziell für additiv gefertigte Formeinsätze mit konturnaher Kühlung ausgelegt ist. Solche Einsätze verfügen häufig über sehr kleine, filigrane und komplex geführte Kühlkanäle. In diesen Strukturen stoßen konventionelle Pumpensysteme bei der Erzeugung eines ausreichend stabilen Durchflusses oft an Grenzen. Die zusätzliche Pumpe der SPM123 ist auf diese Anforderungen abgestimmt und soll auch bei kleinen Kanalquerschnitten einen kontrollierten Spülstrom ermöglichen. Damit ist die Anlage auf Werkzeuge ausgelegt, in denen unterschiedliche Temperierkanalgeometrien parallel vorhanden sind. Reinigung, Spülung und messtechnische Prüfung können so innerhalb eines Systems sowohl für klassische als auch für additiv gefertigte Kühlstrukturen durchgeführt werden. Gerade mit Blick auf den zunehmenden Einsatz 3D-gedruckter Formeinsätze reagiert Fimro damit auf veränderte Anforderungen im Werkzeugbau und in der Druckgießproduktion. Die SPM123 ist sowohl in einer manuellen Ausführung als auch als vollautomatische Variante mit SPS-Steuerung verfügbar. Die manuelle Version richtet sich an flexible Serviceeinsätze und Werkzeuge mit überschaubarer Kreislaufstruktur. In der automatisierten Ausführung lassen sich Reinigungs- und Prüfprogramme definieren und speichern. Parameter wie Druckstufen, Spülzeiten oder Messintervalle können reproduzierbar gefahren werden, was standardisierte Wartungsprozesse mit reduziertem Bedienereinfluss unterstützt. Mit der SPM123 erweitert Fimro die bestehende SPM-Baureihe um ein System, das auf die Reinigung und Prüfung moderner Temperierstrukturen im Druckguss zugeschnitten ist. Im Mittelpunkt steht dabei die Kombination aus mobiler Bauweise, integrierter Messtechnik und einer Pumpentechnologie, die sowohl für konventionelle als auch für additiv gefertigte Kühlkanäle ausgelegt ist. Kuteno 2026, 09.-11. Juni 2026, Bad Salzuflen, Stand 20-F16 Weitere Informationen: www.fimro.com |
Fimro GmbH, Halberstadt
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