| 27.03.2026, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Polytives GmbH hat neue Untersuchungsergebnisse zum Einsatz ihres polymeren Prozessadditivs bFI A 3745 in PMMA-Compounds vorgestellt. Demnach kann das Additiv die Verarbeitungsbedingungen von Compounds auf Basis gängiger „Plexiglas“-Formmassen deutlich verbessern, ohne die für PMMA wichtigen optischen Eigenschaften und die Langzeitbeständigkeit wesentlich zu verändern. Im Mittelpunkt der Untersuchungen standen PMMA-Compounds auf Basis der „Plexiglas“-Typen 6N, 7N und 8N. Diese wurden mit bis zu sieben Prozent des Additivs bFI A 3745 modifiziert. Das Additiv besteht aus hyperverzweigtem PMMA und ist damit chemisch mit der Polymermatrix identisch. Nach Angaben des Unternehmens wirkt sich dies positiv auf die Verarbeitbarkeit der Materialien aus. Die Versuche zeigen demzufolge eine deutliche Reduktion der Schmelzeviskosität. Gleichzeitig stiegen die MVR-Werte um teils mehr als 100 Prozent. Darüber hinaus wurden Zykluszeitverkürzungen von über 20 Prozent gemessen. Auch die Verarbeitungstemperaturen konnten je nach Materialsystem um bis zu 35°C gesenkt werden. Die Prozessdrücke lagen in den Untersuchungen teilweise bis zu 50 Prozent unter den ursprünglichen Werten. Insgesamt weisen die Ergebnisse auf einen deutlich erweiterten Prozessspielraum bei der Herstellung und Verarbeitung von PMMA-Compounds hin. Langzeitstabilität im Bewitterungstest Zur Bewertung der Langzeitbeständigkeit führte Polytives Xenon-Bewitterungstests nach DIN EN ISO 4892-2, Verfahren A, über einen Zeitraum von 10.000 Stunden durch. Untersucht wurden dabei insbesondere die Lichttransmission im Bereich von 400 nm bis 800 nm sowie die Farbveränderung anhand des Yellowness Index nach ASTM E313. Nach Unternehmensangaben zeigten die modifizierten Compounds keine signifikanten Veränderungen der Lichttransmission. Auch die Farbänderungen blieben selbst bei Additivgehalten von bis zu sieben Prozent deutlich unterhalb kritischer Schwellenwerte. Damit, so das Unternehmen, bleiben die optischen Eigenschaften der Materialien auch unter Langzeitbeanspruchung erhalten. Relevanz für verarbeitungsintensive Anwendungen Die Ergebnisse sind insbesondere für Anwendungen von Bedeutung, in denen hohe optische Anforderungen mit anspruchsvollen Verarbeitungsbedingungen verbunden sind. Dazu zählen etwa Bauteile in der Lichttechnik, im Automobilbereich, in der Elektronik oder bei hochwertigen Konsumgütern. Der Nutzen der Technologie liegt vor allem in der Möglichkeit, Parameter wie Temperatur, Druck und Zykluszeit zu reduzieren und dadurch den Verarbeitungsprozess flexibler zu gestalten. Polytives entwickelt und produziert am Standort Rudolstadt polymere, migrationsstabile sowie PFAS- und silikonfreie Additive für thermoplastische Kunststoffe. Die technologische Grundlage des Unternehmens geht auf ein im Jahr 2014 an der Universität Jena gestartetes Forschungsvorhaben der Mitgründer Oliver Eckardt und Prof. Felix H. Schacher zurück. *“Plexiglas“ ist ein eingetragenes Markenzeichen der Röhm GmbH, Darmstadt. Weitere Informationen: polytives.com |
Polytives GmbH, Rudolstadt
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