| 20.04.2026, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() In ihrem neuen Design erzielt die Exzentrische Granulierung EGR von Coperion laut Anbieter bei der Herstellung temperatur- und schersensibler Kunststoffe höhere Compoundqualitäten und deutliche Energieeinsparungen - (Bild: Coperion). Im Mittelpunkt der Änderungen stehen eine verbesserte Pelletqualität, ein geringerer Energiebedarf und eine höhere Anlagenverfügbarkeit. Nach Angaben des Unternehmens wurde die Luftführung der EGR auf Basis von Simulationen und Tests neu ausgelegt. Dadurch erfolgt die Förderung der Pellets mit geringerem Förderdruck, was den Materialtransport schonender macht. Zugleich soll die überarbeitete Pelletführung die Bildung von Agglomeraten verhindern. Beides soll zu einer gleichmäßigeren Qualität der erzeugten Granulate beitragen. Ein weiterer Schwerpunkt der Überarbeitung betrifft den Energieverbrauch. Bei der Materialförderung erreicht die neue EGR laut Coperion gegenüber dem Vorgängermodell Einsparungen von bis zu 75 Prozent. Daraus ergeben sich niedrigere Betriebskosten; zudem verringert sich der CO2-Fußabdruck des Systems. Auch die Beheizung der Lochplatte wurde neu konzipiert. Die Heizung kann nun einfacher von der Lochplatte getrennt werden, wodurch sich Montage und Demontage beschleunigen. Das wirkt sich insbesondere bei Produkt- oder Rezepturwechseln aus, da der Austausch der Lochplatte schneller erfolgen kann. Zusätzlich verkürzt das neue Heizkonzept die Aufheizzeit der Granulierung. Insgesamt soll dies die Betriebszeiten der EGR und des gesamten Compoundiersystems erhöhen und die Gesamtanlageneffektivität (OEE) verbessern. Beim Bedien- und Wartungskonzept wurden ebenfalls Änderungen vorgenommen. Für den Wechsel der Lochplatte wurde die Arbeitssicherheit erhöht. Darüber hinaus ist der Messerflügel durch eine geteilte, schwenkbare Granulierhaube leichter zugänglich. Das erleichtert die Feinjustierung der Granuliermesser, wodurch eine präzisere Einstellung und eine bessere Schnittqualität möglich werden. Gleichzeitig lassen sich Instandhaltungs- und Servicearbeiten in kürzerer Zeit durchführen. Eine konstruktive Änderung betrifft die Position des Antriebs, der nun vorne auf der Granulierhaube angeordnet ist. Dadurch kann zwischen dem Austrag der Kombiplast-Anlage und der EGR einfacher ein Siebwechsler integriert werden. Diese Option ist insbesondere für die Herstellung von Kabelcompounds relevant. Die Exzentrische Granulierung ist auf das zweistufige Kombiplast-System abgestimmt und an dessen Austrag angeschlossen. In diesem Anlagenkonzept werden die Ausgangsmaterialien zunächst über eine zweiwellige Seitenbeschickung ZS-B in den Verfahrensteil eines ZSK-Doppelschneckenextruders eingebracht. Dort werden sie gefördert, plastifiziert, gemischt und homogenisiert. In der Ausführung ZSK Mv14 arbeitet der Extruder mit einem Drehmoment von 14 Nm/cm³, um hohe Durchsätze bei zugleich produktschonender Verarbeitung zu ermöglichen. Der Austrag des Materials erfolgt anschließend über eine einwellige Austragsschnecke ES-A, die den für die nachgeschaltete Exzentrische Granulierung erforderlichen Druck aufbaut. In der EGR werden die aus der Lochplatte austretenden zylindrischen Produktstränge durch umlaufende Granuliermesser zu Pellets geschnitten und anschließend unter Druckförderung abtransportiert. Die neue Ausführung ist dafür mit aufblasbaren Dichtungen ausgestattet. Die Granuliermesser sitzen auf einem exzentrisch zur Lochplatte angeordneten Messerflügel, dessen Drehzahl stufenlos einstellbar ist. Anzahl, Durchmesser und Geometrie der Düsenbohrungen der Lochplatte werden jeweils an Materialeigenschaften und Anforderungen der Anwendung angepasst. Mit der überarbeiteten EGR entwickelt Coperion damit vor allem die verfahrenstechnische und konstruktive Abstimmung innerhalb seines Kombiplast-Systems weiter. Im Ergebnis sollen Qualität, Energieeffizienz, Wartungsfreundlichkeit und Flexibilität bei der Verarbeitung empfindlicher Kunststoffrezepturen verbessert werden. Weitere Informationen: www.coperion.com |
Coperion GmbH, Stuttgart
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