| 11.06.2026, 10:56 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Evonik richtet seine Innovationsaktivitäten stärker auf Marktnähe, schnellere Umsetzung und wirtschaftliche Wirkung aus. Im Zuge der Neuausrichtung wird die bisherige Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsorganisation (RD&I) umgebaut. Gleichzeitig übernimmt die neu aufgestellte „Evonik Innovation Factory“, die aus der früheren Creavis hervorgegangen ist, eine zentrale Rolle bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder. Künftig sollen rund zwei Drittel der Forschenden direkt in den Business Lines tätig sein. Ziel ist eine engere Zusammenarbeit mit Kunden sowie eine stärkere Verknüpfung von Forschung und wirtschaftlicher Verantwortung. Forschungsaktivitäten mit Relevanz für mehrere Geschäftsbereiche sowie langfristige Innovationsprojekte verbleiben in einer zentralen Organisation. Nach Angaben des Unternehmens soll die Innovation Factory bis 2032 einen Beitrag von bis zu 300 Millionen Euro zum Umsatzwachstum leisten. Sie konzentriert sich auf fünf bis sieben Programme in den drei definierten Innovationswachstumskernen biobasierte Lösungen, Energiewende und Kreislaufwirtschaft. Für diese Bereiche erwartet Evonik insgesamt einen zusätzlichen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro bis 2032. Ein wesentliches Element der neuen Innovationsstrategie ist die sogenannte kombinatorische Innovation. Dabei werden Technologien, Kompetenzen sowie interne und externe Partner entlang der Wertschöpfungskette gezielt miteinander verknüpft. Ergänzend setzt Evonik darauf, vorhandenes internes und externes Wissen stärker zu nutzen und Entwicklungsprojekte später im Innovationsprozess zu starten. Auf diese Weise sollen Projekte durchschnittlich innerhalb von fünf Jahren zur Marktreife gelangen. Die Neuausrichtung erfolgt vor dem Hintergrund volatiler Rohstoffmärkte, technologischer Veränderungen und geopolitischer Unsicherheiten. Nach Unternehmensangaben soll die neue Struktur die Resilienz gegenüber Marktveränderungen erhöhen und gleichzeitig die Kundennähe stärken. Trotz des anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds hält Evonik an seinem Innovationsengagement fest. Die Forschungs- und Entwicklungsquote lag 2025 wie bereits im Vorjahr bei rund drei Prozent des Umsatzes. Die Aufwendungen beliefen sich auf etwa 418 Millionen Euro nach 459 Millionen Euro im Jahr 2024. Rund 82 Prozent der Mittel flossen in geschäftsnahe Entwicklungsprojekte, weitere 15 Prozent in langfristige Innovationsvorhaben. Auch beim Ausbau nachhaltiger Produkte verzeichnet das Unternehmen Fortschritte. Der Anteil der sogenannten „Next Generation Solutions“ am Umsatz erreichte 2025 rund 48 Prozent und lag damit drei Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Parallel verfolgt Evonik eine stärkere internationale Ausrichtung von Innovation, Anwendung und Produktion. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sollen verstärkt in regionalen Innovationsökosystemen stattfinden, während Produktionskapazitäten gezielt in wachstumsstarken Märkten ausgebaut werden. Damit will das Unternehmen widerstandsfähigere industrielle Wertschöpfungsketten schaffen und die Markteinführung nachhaltiger Lösungen beschleunigen. Weitere Informationen: www.evonik.de |
Evonik Industries AG, Essen
» insgesamt 359 News über "Evonik" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
BASF: MDI-Investion in Indien auf dem Prüfstand
Feddersen Group: Neue Compounds, KI-gestützte Entwicklung und Lieferkettenkonzepte
Hanser: Verkauf der Fachzeitschrift „Kunststoffe“ an Vogel
Haitian: Spritzgießtechnik, Automation und europäische Fertigung im Fokus
Feller Engineering: Neue Heißkanalregler für bis zu 480 Regelzonen
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Meist gelesen, 10 Tage
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Mocom: Dirk Sadowski übernimmt CEO-Position
Schütz: Neues IBC-Werk am BASF-Standort Ludwigshafen soll 2027 in Betrieb gehen
HA-WI Kunststoffe: Erweiterung des Maschinenparks um drei Spritzgießmaschinen
Haitian: Spritzgießtechnik, Automation und europäische Fertigung im Fokus
RDG Recycling Group: Aufbereitung von Kunststoffabfällen zu Mahlgütern und Regranulaten
Meist gelesen, 30 Tage
Billion: Strategische Partnerschaft mit Engel – Fokus künftig auf Service statt Neumaschinengeschäft
Dreher: Amis übernimmt insolventen Schneidmühlenhersteller
Krallmann: Übernahme der insolventen KLT Hummel Plastic
Schütz: Mehrheitsbeteiligung an Repack erweitert Rekonditionierungsnetzwerk in Italien
Aumovio: Geschäft für Scheibenwaschanlagen und Reinigungssysteme geht an Certina
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Covestro: Strategic investment program to expand global MDI capacity
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Physikalischer Schaumspritzguss - Grundlagen für den industriellen Leichtbau
|