| 10.07.2026, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der US-amerikanische Industrieanlagenbauer KBR kooperiert im Bereich Kunststoffrecycling mit dem britischen Technologieunternehmen ReVentas. Wie beide Unternehmen mitteilten, wurde Ende Juni eine entsprechende Vereinbarung geschlossen. Ziel ist die weitere Kommerzialisierung des von ReVentas entwickelten Dissolutionsverfahrens für das Recycling von Kunststoffabfällen. Im Rahmen der Partnerschaft wird KBR die weltweite Lizenzierung, die technische Umsetzung und die Skalierung der Technologie unterstützen. Das Verfahren von ReVentas entfernt durch eine lösungsmittelbasierte Aufbereitung (Dissolution) Farbstoffe, Verunreinigungen und andere nicht-polymerische Bestandteile aus Polyethylen- und Polypropylen-Abfällen und ermöglicht somit die Gewinnung neuwertiger Rezyklate. ReVentas-CEO Tom Rose erklärte: "Wir haben uns für KBR als Partner für Engineering und Lizenzierung entschieden, da das Unternehmen über eine beeindruckende technische Kompetenz, internationale Reichweite und Erfahrung bei der großtechnischen Umsetzung von Chemie- und Recyclingtechnologien verfügt." KBR sieht das Verfahren von ReVentas auch als Ergänzung zu den bereits genutzten mechanischen und chemischen Technologien für das Kunststoffrecycling. Dazu sagte der Chef der KBR-Sparte Technology Solutions, Hari Ravindran: "Dieses Verfahren ermöglicht die kostengünstige Gewinnung hoch- und neuwertiger Polymere aus schwer recycelbaren Post-Consumer-Kunststoffen, wobei der ökologische Fußabdruck mit dem des mechanischen Recyclings vergleichbar ist. Wichtig ist auch, dass dabei ein Lösungsmittel verwendet wird, das für Lebensmittelverpackungen zugelassen ist und für das genau definierte Grenzwerte gelten." Die in Livingston bei Edinburgh ansässige ReVentas plant die Errichtung einer ersten größeren Recyclinganlage mit einer Jahrekapazität von etwa 10.000 Tonnen rHDPE. Der aktuellen Aussendung zufolge wurde bereits das sogenannte Front-End Engineering Design (FEED) für den Komplex erstellt, mit der Inbetriebnahme wird dann bis Ende 2028 gerechnet. Langfristig will das Unternehmen Kapazitäten für das Recycling von jährlich insgesamt bis zu 750.000 Tonnen Kunststoffabfall entwickeln. Weitere Informationen: www.kbr.com, www.reventas.co.uk |
KBR, Houston, Texas, USA; Reventas Ltd., Livingston, Großbritannien
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