| 22.02.2008 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Starke Nachfrage nach Baumaterialien / Nachholbedarf bei Gebäudedämmungen / Hersteller erweitern Kapazitäten Tschechiens Bedarf an Baumaterialien nimmt aufgrund der starken Baukonjunktur weiter zu. Die Hersteller von Kunststofffenstern rechnen auch in den kommenden Jahren mit einer wachsenden Nachfrage. Dazu trägt besonders das Interesse der Wohnungsgenossenschaften an dem Austausch der alten Fenster in den Plattenbauten bei. Beim Verbrauch von Dämmstoffen belegt Tschechien in Europa einen der vorderen Plätze. Dem Nachfrageboom entsprechend, wollen die Hersteller ihre Produktionskapazitäten ausbauen. Kunststofffenster haben auf dem tschechischen Fenstermarkt einen Anteil zwischen 40 und 65%. Aus Holz sind schätzungsweise 30 bis 40%; aus anderen Materialien 10 bis 15% der Fenster. Ein Austausch der alten Holzfenster soll erst in etwa 40% der Wohngebäude stattgefunden haben. Hier wird in den kommenden Jahren das entscheidende Absatzpotenzial gesehen. Wie zur Bestätigung kündigte die Autobahn- und Fernstraßenverwaltung im August 2007 an, wegen der hohen Lärmbelastung in der Region Plzen zehntausende Fenster entlang der Schnellstraßen auswechseln zu lassen. Kostenpunkt: fast 7 Mio. Euro. Auflagen der Gesundheitsbehörden machen solche Projekte auch in anderen Landesteilen erforderlich . Für die Kunststofffenster werden die entsprechenden Halbfabrikate (gepresste Kunststoffprofile) importiert, zum großen Teil aus Deutschland. Der Trend geht nach Einschätzung von Pavlu Complex, der führenden tschechischen Vertriebsgesellschaft für Fensterbaumaschinen, zur Rationalisierung der Produktion und einer stärkeren Automatisierung. Gefragt seien intelligente Lösungen. Der größte Umsatz werde mit Vierpunktschweißmaschinen, CNC-gesteuerten Schweißraupenverputzmaschinen und CNC-Verarbeitungszentren gemacht. Der Großteil der Produzenten weitet angesichts der steigenden Nachfrage die Produktion aus. Zugleich zwingt der starke Wettbewerbsdruck alle Marktteilnehmer, effizienter zu produzieren, Kosteneinsparpotenziale zu suchen und Fehlerquellen zu minimieren. Die Kunden schauen inzwischen nicht mehr nur auf den Preis, sondern legen zunehmend Wert auf Qualität. Im Sommer 2007 stieg die französische Fensterbaugesellschaft AB Fenetres bei der tschechischen Firma AQ Okna ein. Für 2008 ist der Bau einer neuen Fabrik geplant. Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
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