| 09.09.2026, 14:41 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() Auf der interpack 2026 erhielt Schütz die erste Bewertungsurkunde, die auf dem neuen System von plastships Monitored Materials basiert; links Patrick Bauer, Global Head of SHEQ Management and Technical Customer Service bei der Schütz GmbH & Co. KGaA, rechts Andreas Bastian, Geschäftsführer der plastship GmbH - (Bild: plastship/Schütz). Mit "Monitored Materials" will plastship Rezyklatqualitäten anhand standardisierter Datensätze vergleichbar machen. Das System bündelt Laborwerte und Informationen zu Stoffströmen in einer einheitlichen Dokumentationsstruktur und soll damit die bislang häufig unterschiedlichen technischen Datenblätter in eine direkt vergleichbare Form überführen. Berücksichtigt werden nach Angaben des Unternehmens unter anderem Unterschiede zwischen Neuware und Rezyklaten, die aus Herkunft, Aufbereitung und vorgesehenem Einsatz resultieren. Die Bewertung erfolgt auf einer Skala von 0 bis 10 Punkten sowie über die drei Qualitätssegmente "Premium", "Plus" und "Proven". Das von Schütz eingesetzte Regranulat erreichte 9,3 Punkte und wurde damit als "Premium" eingestuft. Nach Angaben von plastship liegt das Material damit innerhalb der derzeit 224 Materialien umfassenden Datenbank in den oberen 5 Prozent des europäischen Marktvergleichs. Schütz verwendet das Regranulat als mittlere Schicht in extrusionsblasgeformten IBC, Fässern und Kanistern der Produktreihe "Green Layer". Das Material wird vom Unternehmen selbst aufbereitet. Die Bewertung bezieht sich auf die Gebrauchs- und Verarbeitungseigenschaften des Regranulats im Vergleich zu Referenzwerten für Neuware. Neben der Einzelbewertung umfasst das System eine Datenbank für den Vergleich von Rezyklaten untereinander sowie mit Referenzmaterialien. Dazu gehören Qualitätsrankings, direkte Materialvergleiche, Zuordnungen zu Abfallströmen und Angaben zu Produktionskapazitäten. Für Beschaffung und Materialfreigabe können damit technische und marktbezogene Informationen in einer gemeinsamen Datenbasis zusammengeführt werden. Plastship ordnet das System zudem in die zunehmenden regulatorischen Anforderungen an Rezyklate und deren Dokumentation ein. Als Bezugspunkt nennt das Unternehmen die EN 18065:2025, die Kunststoffrezyklate anhand von Datenqualitätslevels klassifiziert und Anforderungen an Angaben für Verwendung und digitalen Handel beschreibt. Die mit "Monitored Materials" erfassten Daten sollen nach Unternehmensangaben künftig auch als Grundlage für technische Nachweise im Zusammenhang mit regulatorischen Anforderungen wie der europäischen Verpackungsverordnung PPWR dienen. Für jedes geprüfte Material stellt plastship eine Verifizierungsurkunde aus, in der die ermittelten Daten und die Qualitätsstufe dokumentiert werden. Damit entsteht ein standardisierter Nachweis, der Rezyklatherstellern und Verarbeitern zur technischen Einordnung eines Materials und zur Dokumentation gegenüber Kunden dienen kann. Die erstmalige Bewertung eines industriell eingesetzten Regranulats ist vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Rezyklateinsatz und Materialdokumentation für die Kunststoffbranche relevant. Die weitere Bedeutung des Ansatzes hängt davon ab, in welchem Umfang sich das Bewertungssystem bei Recyclern, Verarbeitern und Abnehmern etabliert und wie breit die zugrunde liegende Datenbasis künftig wächst. Weitere Informationen: www.plastship.com, www.schuetz.net |
plastship GmbH, Waldems
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