| 11.09.2026, 13:44 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Kunststoff-Museums-Verein e.V. begeht 2026 sein 40-jähriges Bestehen. Der am 10. April 1986 von Vertretern aus Wissenschaft, Kunststoffindustrie und Anwenderkreisen gegründete Verein dokumentiert die wissenschaftliche, technische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung polymerer Werkstoffe und ihrer Verarbeitung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Sammlung und Erschließung historisch relevanter Produkte, Materialien, Maschinen und Dokumente. Die Sammlung des "Deutschen Kunststoffmuseums" umfasst heute mehr als 22.000 Objekte aus der Zeit vom späten 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Dazu gehören Erzeugnisse aus frühen Kunststoffen wie Celluloid und Bakelit ebenso wie Elektrogeräte, Telefone, Kameras, Haushaltswaren, Spielzeug, Möbel, Designobjekte, Materialproben, Mustersammlungen und Dokumente zur Kunststoffverarbeitung. Der Bestand bildet damit neben der Werkstoff- und Verfahrensentwicklung auch Aspekte der Industrie-, Design- und Alltagsgeschichte ab. Ein eigenes Museumshaus bestand von 1998 bis 2002 im NRW-Forum in Düsseldorf. Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurde das Konzept anschließend auf Wanderausstellungen, thematische Präsentationen und Leihgaben ausgerichtet. Seit 2017 befindet sich die Sammlung als Dauerleihgabe im Peter-Behrens-Bau des LVR-Industriemuseums in Oberhausen. Dort stehen Depot- und Museumsinfrastruktur für die langfristige Sicherung und wissenschaftliche Bearbeitung zur Verfügung. Eigentümer des Bestands bleibt der Kunststoff-Museums-Verein. Parallel wurde die digitale Erschließung ausgebaut. Im virtuellen Museum sind inzwischen mehr als 7.000 Objekte online recherchierbar. Nach Angaben des Vereins verzeichnete die Website 2024 rund 208.412 unterschiedliche Besucher. Neben der Objektdatenbank veröffentlicht der Verein Beiträge zur Geschichte einzelner Exponate und zur Entwicklung von Kunststoffen und Verarbeitungsverfahren. Für die weitere Arbeit stehen insbesondere die konservatorische und wissenschaftliche Erschließung der Bestände sowie deren Digitalisierung im Mittelpunkt. Der Sammlungsbestand soll zugleich um Zeugnisse neuer Werkstoffgenerationen, Verarbeitungsverfahren und Anwendungen ergänzt werden, um die technische Entwicklung der Kunststoffindustrie fortlaufend zu dokumentieren. Weitere Informationen: www.deutsches-kunststoff-museum.de, www.lvr.de |
Kunststoff-Museums-Verein (KMV) e.V., c/o LVR-Industriemuseum, Oberhausen
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