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12.10.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Impetus: Auflösbare Spritzgusskavitäten und Großformat-3D-Druck

Die Impetus Plastics Engineering GmbH stellt auf der Fakuma 2026 zwei Verfahren für die Kunststoffproduktentwicklung vor: die Prototypenfertigung mit auflösbaren Spritzgusskavitäten und die großformatige additive Fertigung aus Kunststoffgranulat. Das Unternehmen ist in Halle B3 an Stand 3123 auf dem Gemeinschaftsstand der Hromatka-Gruppe vertreten. Zu den weiteren Ausstellern gehören Grässlin, Plastoplan, Sax Polymers und Lenorplastics. Thematische Schwerpunkte sind unter anderem Anwendungen in der Medizintechnik sowie in der Elektro- und Elektronikindustrie.

Auflösbare Kavitäten für seriennahe Spritzgussprototypen
Mit dem Verfahren "DissolveTool" können nach Unternehmensangaben innerhalb von 48 Stunden Spritzgussprototypen auf Basis additiv gefertigter Kavitäten hergestellt werden. Dazu wird die Kavität im 3D-Druck produziert, in ein Spritzgusswerkzeug eingesetzt und nach dem Spritzgießprozess gezielt aufgelöst. Ein konventionell hergestelltes Musterwerkzeug ist damit nicht erforderlich.

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Das Verfahren zielt insbesondere auf komplexe Geometrien, Hinterschnitte und Zwei-Komponenten-Bauteile. Die Kombination aus additiv gefertigter Kavität und Spritzgießprozess ermöglicht die Erprobung von Kunststoffbauteilen unter seriennahen Verarbeitungsbedingungen, ohne die Werkzeuggeometrie auf herkömmliche Fertigungsverfahren beschränken zu müssen.

Großformatiger 3D-Druck direkt aus Granulat
Als zweites Thema zeigt Impetus anhand des Exponats "Snowball" die großformatige additive Fertigung (Large Format Additive Manufacturing, LFAM). Das Verfahren ermöglicht die Herstellung großvolumiger Kunststoffbauteile direkt aus Granulat. Im Mittelpunkt stehen die konstruktive Auslegung, die Prozesssimulation, die Werkstoffvalidierung und die Fertigung auf einer eigenen LFAM-Anlage.

Besondere technische Herausforderungen sind die Schichthaftung, der Verzug, die Maßhaltigkeit und die Oberflächenbeschaffenheit der Bauteile. Diese Einflussgrößen bestimmen mit, ob sich großformatig additiv gefertigte Komponenten für funktionale industrielle Anwendungen eignen. Für Entwicklungs- und Fertigungsversuche betreibt Impetus ein LFAM-Technikum am Standort Rosenheim.

Impetus gehört seit 2024 zur Hromatka-Gruppe. Der gemeinsame Messeauftritt verbindet die Werkstoffdistribution der Partner und die Compoundierung bei Sax Polymers mit den Entwicklungs-, Simulations- und Prototypenleistungen von Impetus.

Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle B3, Stand 3123

Weitere Informationen:
www.impetus-engineering.de, www.impetus-consulting.de, www.graesslin-kunststoffe.de, www.plastoplan.com, www.saxpolymers.com, www.lenorplastics.ch, www.hgmag.ch

Impetus Plastics Engineering/Consulting GmbH, Rosenheim

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