| 12.10.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Sepro Group stellt auf der Fakuma 2026 eine Demonstrationszelle für die Handhabung von Einlegeteilen im Kunststoffspritzguss vor. Sie kombiniert einen fünfachsigen Linearroboter "S-15X" mit der Steuerung "Visual 4", einen sechsachsigen "LR Mate"-Roboter von Fanuc, das flexible Zuführsystem "Asycube" von Asyril, Bildverarbeitungstechnik von Keyence sowie servogetriebene Transferachsen, Greifer, Schubladen und Fördertechnik. Anhand zweier Konfigurationen veranschaulicht die Anlage teil- und vollautomatisierte Abläufe. Der Einlegevorgang in ein Spritzgießwerkzeug wird dabei simuliert.Teilautomatisierte und vollautomatische Einlegeteilhandhabung Im teilautomatisierten Betrieb werden Einlegeteile manuell in Schubladen bereitgestellt. Der Sechsachsroboter von Fanuc entnimmt die Teile und legt sie auf einer servogetriebenen Transferachse ab. Nach einer optischen Qualitätsprüfung durch das Bildverarbeitungssystem von Keyence übernimmt der Sepro-Linearroboter die Teile und simuliert das Einlegen in das Werkzeug. Abschließend werden die Einlegeteile über ein Fördersystem zur Vorderseite der Zelle zurückgeführt. Das Konzept richtet sich insbesondere an Anwendungen mit kleineren Losgrößen oder hoher Variantenvielfalt, bei denen eine manuelle Teilebereitstellung wirtschaftlich sinnvoll sein kann. Im vollautomatischen Modus vereinzelt das "Asycube"-Zuführsystem die Einlegeteile und stellt deren Positionsdaten für den "S-15X" bereit. Der Linearroboter entnimmt die Teile, übergibt sie an die Transferachse und führt sie nach der optischen Prüfung von Qualität und Orientierung in den Werkzeugbereich. Über eine Rutsche gelangen die Einlegeteile zurück zum Zuführsystem. Beide Betriebsarten sind in der Demonstrationszelle als Kreislauf ausgelegt. Konkrete Angaben zu Taktzeiten oder messbaren Produktivitätssteigerungen macht das Unternehmen nicht. Zentrale Steuerung und anwendungsspezifische Greifer Die Steuerungsarchitektur "Visual Automation" soll die Roboter, das Zuführsystem, die Bildverarbeitung und weitere Peripherie über eine gemeinsame Bedienebene koordinieren. Nach Angaben von Sepro stehen dabei auch Diagnose- und Analysefunktionen sowie der Zugriff auf Produktionsdaten zur Verfügung. Die zentrale Steuerung soll die Inbetriebnahme und die Anpassung der Automationszelle an veränderte Fertigungsaufgaben erleichtern. Ein weiterer Schwerpunkt sind anwendungsspezifisch entwickelte Greifersysteme. Sepro stimmt Greifer und Roboter auf Bauteilgeometrie, Werkzeug und Handhabungsprozess ab. Dadurch sollen insbesondere die Prozesssicherheit und die Abläufe bei der Teileentnahme und beim Einlegen verbessert werden. Detaillierte technische Kennzahlen zu den vorgestellten Greifersystemen nennt die Mitteilung nicht. Service, Ferndiagnose und Modernisierung Sepro gibt die Größe seines weltweiten Servicenetzes mit mehr als 140 Fachkräften in 47 Servicecentern an. Über eine internationale Hotline und gesicherte Fernzugriffe unterstützt das Unternehmen bei Fehlerdiagnose, Programmierung, Wartung und Ersatzteilidentifikation. Rund 80 Prozent der Serviceanfragen lassen sich nach Unternehmensangaben ohne Vor-Ort-Einsatz bearbeiten. Zum Serviceangebot gehören außerdem Retrofit- und Upgrade-Maßnahmen. Dazu zählen die Modernisierung von Steuerungen, Software- und Funktionserweiterungen, Anpassungen von Greifern und Werkzeugkonfigurationen sowie die Umsetzung vorhandener Roboter an andere Spritzgießmaschinen. Im "Service-Bistro" auf der Fakuma 2026 informiert Sepro über vorbeugende Wartung, Ersatzteilbevorratung, Modernisierungsmöglichkeiten und Schulungsprogramme der "Sepro Academy". Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle A1, Stand 1202 Weitere Informationen: |
Sepro Robotique, La Roche-sur-Yon, Frankreich + Sepro Robotique GmbH, Dietzenbach
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