| 22.04.2008 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das Volumen des italienischen Kunststoffmarkts wird auf circa 16 Mrd. Euro jährlich geschätzt. Absatzimpulse entstehen durch den allgemeinen Trend zu hochwertigeren Verpackungen sowie durch die günstige Konjunkturentwicklung in der Möbelindustrie. Rund zwei Drittel des italienischen Kunststoffverbrauchs werden importiert. Deutschland ist dabei führender Lieferant. Auf den Verpackungsmittelsektor entfallen etwa 50% des Inlandsabsatzes von Kunststoffen. Rund 5% benötigt der Kfz-Sektor. Der Einsatz von Kunststoff in der Pkw-Branche steigt infolge der verstärkten Nutzung von Klebern. Ein wichtiger Abnehmer von Kunststoffen ist zudem das Baugewerbe mit circa 12% des gesamten Inlandsverbrauchs. Auch wenn die Bauinvestitionen 2008 stagnieren, fördert der Trend zur Energieeffizienz beim Bauen und Renovieren die Anwendung von Kunststoff. So sind unter anderem Isolierstoffe für Fenster- und Türrahmen stark nachgefragt. Um die Produktivität zu verbessern, muss Italiens Kunststoffbranche investieren. Für deutsche Maschinen- und Anlagenbauer gibt es derzeit gute Absatzchancen. Mehr als ein Viertel des Maschinenverbrauchs werden importiert, wobei Deutschland der wichtigste Lieferant für den italienischen Markt ist. Als Branchenprimus hat sich auch 2007 die Tochtergesellschaft des Erdölmulti Eni, Polimeri Europa (www.polimerieuropa.it) mit einem Umsatz von 6,8 Mrd. Euro behauptet. Weitere wichtige italienische Akteure sind der Kunststoffhersteller Gruppo Mossi & Ghisolfi mit einem Umsatz 2007 von 1,69 Mrd. Euro (www.gruppomg.com), das Bauchemieunternehmen Mapei mit 1,46 Mrd. Euro (www.mapei.it) und die Radici Group mit 1,1 Mrd. Euro (www.radicigroup.com). Aber auch deutsche Firmen wie Bayer, BASF, Henkel oder Beiersdorf zählen in Italien zu den bedeutenden Herstellern. Bayer Italia, mit einem geschätzten Umsatz von 2 Mrd. Euro 2007 und 2.000 Mitarbeitern, ist sowohl in der Agrarchemie, als auch im Kunststoff- und Bauchemiebereich sowie in der Pharmaindustrie einer der Marktführer. BASF betreibt in Italien zehn Tochtergesellschaften und erzielte mit ihnen 2006 einen Rekordumsatz von 3,5 Mrd. Euro. Deutschland ist das wichtigste Lieferland für den italienischen Chemiemarkt. So haben deutsche Anbieter beispielsweise bei Farben und Lacken einen Anteil von knapp 30% der Einfuhren. Im Kunststoffbereich jedoch gewinnen vor allem Niedriglohnländer als Importeure an Bedeutung. Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
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