| 08.09.2003 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Ein Auto ohne Kunststoffe? Das wäre wie Frankfurt ohne Wolkenkratzer, einfach undenkbar. Denn die polymeren Werkstoffe bringen Designfreiheit in den Fahrzeug-bau, sie haben ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis, sorgen für Sicherheit und Komfort und helfen dank ihres geringen Gewichts, wertvolle Ressourcen zu sparen. Doch auch das neueste Auto gehört irgendwann zum alten Eisen. Dann schlägt die Stunde der Verwertung, auch für die enthaltenen Kunststoffe. Mit der Gründung von tecpol Technologieentwicklungs GmbH für ökoeffiziente Polymerverwertung (www.tecpol.de) hat die Kunststoff-Industrie eine Plattform für die Entwicklung zukunftsfähiger Verwertungswege geschaffen. Beteiligt sind Unternehmen und Verbände aus den Bereichen Rohstoffe, Kunststofferzeugung und Kunststoffverarbeitung, einschließlich direkten Zulieferern der Automobilindustrie. Der Aufgabenschwerpunkt von tecpol ist die Entwicklung von Konzepten und Technologien für die Verwertung kunststoffreicher Abfälle aus technischen Produkten. Darüber hinaus versteht sich tecpol als Forum für den Dialog mit Politik, Verwaltung und anderen Interessensgruppen. Erster wichtiger Erfolg: Über 900 Tonnen der so genannten Shredderleichtfraktion aus Altautos wurden im Januar 2003 in einem von tecpol und dem europäischen Verband der Kunststofferzeuger (APME) geförderten Großversuch im Sekundärrohstoff-Verwertungszentrum Schwarze Pumpe (SVZ) erfolgreich verwertet. Das sächsische Umweltministerium hat diese Option im Juni 2003 offiziell als stoffliche Verwertung anerkannt. Damit bietet das SVZ-Verfahren eine echte Alternative zur bislang in Deutschland geforderten Demontage großer Kunststoffbauteile aus Altautos. Im Rahmen eines integrierten Stoffstrommanagements, das Ökologie und Ökonomie ausgewogen, also ökoeffizient betrachtet, müssen alle möglichen Verwertungswege - werkstofflich, rohstofflich und energetisch - grundsätzlich offen stehen. Nächste technisch-inhaltliche Vorhaben der tecpol sind: Übersicht und Charakterisierung der Abfallströme und erste Vorarbeiten in Richtung der Verwertung in Vergasungstechnologien (Hochofen, Kraftwerk, ... als mögliche Abnehmer der Verwertungsprodukte). Im Herbst 2003 wird tecpol seinen „Politischen Ausschuss“ gründen - Zusagen zur Mitarbeit liegen bereits vom Umweltbundesamt, mehreren Landesbehörden, Verbänden der Kunststoff-Industrie, dem VDA, dem ZVEI, der IG BCE und Ökopol vor, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. tecpol auf der IAA vom 11. bis 21. September 2003, Halle 4.1, Stand E 30 |
Technologieentwicklungs GmbH für ökoeffiziente Polymerverwertung, Hannover
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