| 22.05.2008 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Das Wissens- und Innovations-Netzwerk Polymertechnik (WIP, www.wip-kunststoffe.de) stellte seine Veranstaltung am 8. Mai 2008 (Bild) unter die freche Frage "REACH - Todesstoß für Kunststoffrecycling?". Die hochkarätigen Referenten brachten interessante Ideen zur Rettung des Recyclings mit. Eine rege Diskussion über eine praxisgerechte Umsetzung entbrannte. Es waren sich alle einig: REACH darf das Kunststoffrecycling nicht blockieren - so im übrigen auch die Zielsetzung der Macher der REACH-Verordnung. Aber wie? Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeistmedizin (BAuA), Dr. Claus Haas, löste ein Problem für das mechanische Verfahren über die Stoffidentität. Beispiel: Vinylchlorid ist als Monomer registriert. Wird das PVC-Fenster mechanisch zerlegt (gemahlen, gewaschen etc.) so ist das zurückgewonnene PVC mit Vinylchlorid identisch, weil es Verunreinigungen von unter 20% enthält, und muss nicht neu registriert werden. Dr. Bruno Stephan, Rechtsanwalt, LLR Legerlotz Laschet Rechtsanwälte, trug gute juristische Gründe dafür vor, warum das Recyclieren kein Herstellen i.S.d. REACHVO sondern ein Behandeln, ein Verwenden ist. Damit würden beim Recycler in der Regel keine Registrierungspflichten entstehen. Er wäre als nachgeschalteter Anwender, wie z.B. ein Lackhersteller, zu behandeln. Interessante Ausführungungen über die Polymerdefinition trug Dr. Matthias Peters, VCI Landesverband Nord, bei. REACH verstehe unter Polymeren leider nicht, was landläufig darunter verstanden würde. Praxisbezogener näherte sich Ulrich Schlotter, tecpol GmbH, dem Thema. Er stellte ein beabsichtigtes Umweltforschungsvorhaben des Umweltbundesamtes UBA vor. Mit Erfahrungen und Hilfestellungen aus der Praxis konnte Dr. Jens Lühr, Fischer GmbH, aufwarten. Der Überblick über die Recyclinglandschaft von Dr. Michael Heyde, DRK Deutsche Gesellschaft für Kunststoff-Recycling mbH, rundete das Programm ab. In der sehr regen Diskussion zwischen Referenten und Teilnehmern wurden zwei Dinge mehr als deutlich: Zum einen gibt es zur REACHVO für fast jede gestellt Frage, mindestens zwei unterschiedliche Antworten. Zweitens: Es muss ein Weg gefunden werden, wie der Fluss der Informationen zu den Stoffen von den Stoffherstellern bis zu den Recyclern sichergestellt werden kann. Das WIP will dieses Thema aufgreifen. Die Unterlagen zu der Veranstaltung können in der WIP-Geschäfftsstelle bezogen werden (80,- € inklusive Versandkosten). |
Förderverein WIP-Kunststoffe e.V., Hannover
» insgesamt 32 News über "WIP" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Spectrix + voestalpine: Additive Formeinsätze verkürzen Zykluszeit um 28 Prozent
Borouge: Kapazitätsausbau für mechanisch recycelte Polyolefine
Arburg: Partnerprojekt integriert individuelle Data-Matrix-Codes direkt in den Spritzgießprozess
Amis: Zerkleinerungssysteme für Spritzguss- und Blasformabfälle
Ernst Jäger Kunststoffverpackung: Insolvenzverfahren nach Sanierung in Eigenverwaltung aufgehoben
OPmobility: Übernahme des Beleuchtungsgeschäfts von Hyundai Mobis
Meist gelesen, 10 Tage
Leuna-Polyamid: Insolvenzverfahren eröffnet - Geordnete Stilllegung der Anlagen eingeleitet
Westlake: Aus für PVC-Werk von Vinnolit in Köln
Ernst Jäger Kunststoffverpackung: Insolvenzverfahren nach Sanierung in Eigenverwaltung aufgehoben
Schleich: David Albert übernimmt die Unternehmensführung
Arburg: Partnerprojekt integriert individuelle Data-Matrix-Codes direkt in den Spritzgießprozess
Meist gelesen, 30 Tage
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Arburg: Mikro-Spritzgießen filigraner 0,002-Gramm-Bauteile
Lotte Chemical: Übernahme der Engro Polymer & Chemicals
Haitian: Spritzgießtechnik, Automation und europäische Fertigung im Fokus
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| IKT: Lehrbuch „Kunststofftechnik – Einführung und Grundlagen“ in neuer Auflage
|