| 12.09.2008 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Der Spardruck in der Automobilindustrie belastet die mittelständischen Zulieferer. Darüber hinaus müssen sich Zulieferer nun auch noch gegen fragwürdige Praktiken wehren. Die Zulieferindustrie, insbesondere der Kunststoffbranche, ist durch mittelständische Strukturen geprägt. Die Unternehmen befinden sich aufgrund dieser Marktgegebenheit in der Wertschöpfungskette zwischen den Mühlsteinen von Großkonzernen. Hohe Kostensteigerungen bei Vormaterialien, Energie und Personal setzen den Zulieferern einerseits zu. Andererseits belastet der hohe Preisdruck seitens der Abnehmerindustrien zusätzlich die wirtschaftliche Basis der mittelständigen Unternehmen. Gestiegene Kosten können - wenn überhaupt - nur ungenügend weitergeben werden, weil Einkäufer heute oft zu schwerpunktmäßig nach Einsparungen beurteilt werden. Gleichzeitig wird immer mehr Verantwortung auf die Schultern der Zulieferer gelastet: Ihre Situation zwischen hohen Qualitätsansprüchen, Entwicklungskosten und steigenden Rohstoffpreisen gerät dabei immer weiter aus dem Blickfeld. TecPart - Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V. (www.tecpart.de) fordert die Automobilkonzerne auf, Einsparungen nach ihrer Langfristigkeit und Nachhaltigkeit zu beurteilen und Einkäufer an der Partnerschaftlichkeit im Umgang mit den Zulieferern zu messen. Fragwürdige Praktiken in der Automobilindustrie Die schwierige Marktposition der Zulieferindustrie macht sich auch in kritischen Auswüchsen der Sparpolitik der Automobilkonzerne und einiger Tier1-Supplier bemerkbar. So hat TecPart Hinweise auf fragwürdige Praktiken bekommen - ein Beispiel: In Verkaufsverhandlungen und oft auch im Anschluss daran werden nachträglich außerordentliche Preisnachlässe gefordert. Ohne die Gewährung solcher Nachlässe ist der Zulieferer von der Auslistung bedroht. Diese Praxis ist mit § 4 (1) des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) kaum noch zu vereinbaren. Eine Marktmacht wird ungerechtfertigt ausgenutzt und führt somit zu Wettbewerbsverzerrungen. Wilhelm Crößmann, Geschäftsführer des TecPart e.V. sagt dazu: "Wir werden unsere Mitglieder gegen solche Praktiken unterstützen und Verfehlungen aufdecken". Er sagt weiter: "Das wirtschaftliche Risiko wird zunehmend unkalkulierbar. Neben den schon fast üblichen Preisnachlässen müssen sich die Zulieferer jetzt auch noch gegen äußerst zweifelhafte Praktiken wehren. Das ist der Beginn des Aussterbens einer ganzen Branche." |
TecPart-Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V., Frankfurt
» insgesamt 54 News über "TecPart" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
BASF: Neuen Verbundstandort in Zhanjiang offiziell in Betrieb genommen
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
Polytives: Erweiterung des Prozessspielraums bei PMMA-Compounds
ifo: Geschäftsklimaindex im März gesunken
Argus Additive Plastics: Gründer Helmut Hirsch übergibt an die nächste Generation
GKV: Kunststoffverarbeiter melden flächendeckende Preisaufschläge und Force-Majeure-Erklärungen
Meist gelesen, 10 Tage
GKV: Kunststoffverarbeiter melden flächendeckende Preisaufschläge und Force-Majeure-Erklärungen
Craemer: Neue Windenergieanlage für Spritzgießwerk
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
Argus Additive Plastics: Gründer Helmut Hirsch übergibt an die nächste Generation
Lanxess: Preiserhöhung für Flammschutzmittel, Weichmacher und andere Spezialadditive
Forum Rezyklat: Neue Initiative fürs Polystyrol-Recycling – Neue Mitglieder
Meist gelesen, 30 Tage
BASF: Weltweite Preiserhöhungen für Kunststoffadditive
GKV: Kunststoffverarbeiter melden flächendeckende Preisaufschläge und Force-Majeure-Erklärungen
Herbold Meckesheim: Zweite PET-Waschanlage für Doğa PET erweitert Recyclingkapazität
Meist gelesen, 90 Tage
Aequita: Übernahme des europäischen Olefin- und Polyolefingeschäfts von Sabic
Vynova Wilhelmshaven: Geschäftsbetrieb stabilisiert – Investorenprozess gestartet
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Kunststoffchemie für Ingenieure
|