| 05.11.2008 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das von den Verbänden VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (www.vdma.org/waste) und bvse (Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., www.bvse.de) ins Leben gerufene Arbeitsgremium „Technikhersteller und Entsorgungswirtschaft“ hat am 23. Oktober 2008 zum ersten Mal getagt. Die Sitzung fand unter reger Beteiligung der Verbandsmitglieder in den Räumen des bvse in Bonn statt. Den Verbandsmitgliedern wird mit diesem Gremium die Möglichkeit gegeben in entspannter Atmosphäre über gemeinsame Themen zu diskutieren und Schnittstellenproblematiken zu besprechen. Ersatzbrennstoffe – ein alter Hut? Im Laufe des Tages wurde klar, dass die Aufbereitung und Nutzung von Ersatzbrennstoffen großen Diskussionsbedarf zwischen Anlagenbauern bzw. Komponentenherstellern und den Anlagenbetreibern birgt. Verbessert werden sollte nach Auffassung der Teilnehmer die Zusammenarbeit aller Beteiligten bei der Herstellung und beim Einsatz von Ersatzbrennstoffen: angefangen vom Lieferanten, über den Anlagenbau bis zum Betreiber der Verbrennungsanlage. Die Anlagenbauer geraten offensichtlich zunehmend in die Situation schon im Rahmen der Angebotserstellung Beratungsleistungen erbringen zu müssen. Vor allem vor dem Hintergrund der medialen Darstellung, in der Abfallwirtschaft sei leichtes Geld zu verdienen, werden alle Beteiligten – und somit auch der Maschinen- und Anlagenbau - in zunehmendem Maße mit fachfremden Auftraggebern konfrontiert. Womit der Bedarf an Beratung im Vorfeld der Angebotserstellung zunimmt. Alle Sitzungsteilnehmer waren sich einig, dass der VDMA und der bvse in ihrer Öffentlichkeitsarbeit weiterhin darauf hinweisen sollen, dass eine qualitativ hochwertige Aufbereitung von Abfällen selbstverständlich Geld kostet. Nicht aus jedem beliebigen Abfall ist ein hochwertiger Ersatzbrennstoff herstellbar. Die Qualitätsanforderungen an Ersatzbrennstoffe variieren nach Einsatzzweck. Es existieren jedoch eine Reihe von Parametern, wie beispielsweise Brennwert und Chlor, die für alle Einsatzgebiete Gültigkeit haben. Die Qualitätsanforderungen werden durch den letztendlichen Verwender – unter anderem den Betreiber der Verbrennungsanlage oder des Zementwerkes – vorgegeben. Die Teilnehmer der Sitzung diskutierten darüber, ob die vorgegebenen Qualitätsanforderungen aus technischer Sicht tatsächlich immer geboten seien. Themen der Zukunft: Kunststoffe und E-Schrott Zu allen im Rahmen des Arbeitsgremiums bearbeiteten Themen gab es einen kurzen Einführungsvortrag seitens der Verbände. Künftige Themengebiete werden durch die Teilnehmer im Vorfeld bestimmt, so dass die Unternehmen sich je nach Interessenslage für eine Teilnahme entscheiden können. Für die kommende Sitzung im Frühjahr 2009 werden neben Kunststoffen und E-Schrott nochmals Ersatzbrennstoffe besprochen. Alle interessierten VDMA- und bvse-Mitglieder sind eingeladen, sich einzubringen. |
Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. + VDMA, Bonn + Frankfurt
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