| 29.10.2009 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Sieben Mitgliedsunternehmen der Interessengemeinschaft Kunststoff (IGK) haben einen Facharbeiter-Pool für Betriebe der Kunststoff-Branche im Rhein-Sieg-Kreis eingerichtet, um Beschäftigungs- und Auftragsschwankungen aufzufangen und die qualifizierte Ausbildung junger Fachkräfte zu fördern. Jedes Jahr werden zehn Lehrlinge in den Berufen Verfahrensmechaniker, Zerspanungsmechaniker und Technischer Zeichner aufgenommen und sowohl in den beteiligten Betrieben als auch zentral in dem gemeinsamen Pool ausgebildet. Sie sollen später als festangestellte Mitarbeiter des Facharbeiter-Pools übernommen und den beteiligten Firmen bei Bedarf überlassen werden – zu Konditionen, die deutlich günstiger sind, als die vergleichbarer Zeitarbeitsfirmen. Entstanden ist die Idee zum Facharbeiter-Pool bereits vor zwei Jahren – damals noch unter dem Aspekt die seinerzeit aktuellen Auftragsspitzen abzufedern und Auftragshöhen und -tiefen zwischen den Unternehmen auszugleichen. Heute ist der Auftragseingang vielfach eher gering, die Weltwirtschaftskrise hat das produzierende Gewerbe der Region längst erreicht. Mit Blick auf eine Verbesserung der Wirtschaftslage müssen die Firmen aber Personal vorhalten, um den gleichen Engpässen wie vor zwei Jahren vorzubeugen. Bleibt diese Verbesserung aus oder gehen die Umsätze wieder zurück, liegt das Risiko für die Beschäftigung der Facharbeiter bei der eigens von den IGK-Mitgliedern gegründeten Gesellschaft und fällt umso geringer aus, je mehr Unternehmen sich an dem Pool beteiligen. Gemeinsame Ausbildung sichert Facharbeiter-Nachwuchs Gleichzeitig sichert die gemeinsame Ausbildung den dringend notwendigen Facharbeiter-Nachwuchs: „Langfristig haben wir nicht zu wenige Aufträge, sondern zu wenige Mitarbeiter“, sagt Harald Braschoß, Vorsitzender der IGK. Wie viele andere handwerkliche und technische Berufszweige verzeichnet auch die Kunststoff-Industrie im Rhein-Sieg-Kreis einen Rückgang der Bewerberzahlen. Durch die Ausbildung im Facharbeiter-Pool wird der Beruf für junge Leute wieder interessanter. „Sie durchlaufen während ihrer Ausbildung mehrere Betriebe mit ihren unterschiedlichen Produkten und Fertigungsverfahren“, so Braschoß. Das bedeutet für die jungen Leute einen erheblichen Vorteil gegenüber Facharbeitern, die in nur einer Firma ausgebildet wurden. Um die Ausbildung auch außerhalb der angeschlossenen Betriebe komplett in die eigene Hand zu nehmen, plant die Gesellschaft mittelfristig den Betrieb einer eigenen Lehrwerkstatt. Hierfür soll nach Möglichkeit auch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Troisdorf ausgeweitet werden. Der IGK gehören derzeit 27 Betriebe aus Köln, Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis mit insgesamt mehr als 600 Beschäftigten und über 100 Millionen Euro Jahresumsatz an. Weitere Informationen: www.igk-ev.de |
IGK - IAP GmbH & Co. KG, Niederkassel
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