| 11.12.2009 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Export von Thermoplasten in Brasilien hat sich im 1. Halbjahr 2009 verdoppelt. Die Produktgruppen petrochemischer Grundstoffe und thermoplastischer Kunststoffe wiesen als einzige des Segments Industriechemikalien ein Wachstum im Zeitraum Januar bis Juli 2009 im Vergleich zu 2008 auf. Der Zuwachs von 8,94% erklärt sich allerdings hauptsächlich durch hohe Produktionsausfälle 2008 aufgrund von Wartungs- und Erweiterungsarbeiten. Im Vergleich zu 2007 ergibt sich für den Zeitraum lediglich ein Wachstum von 2,05%. Die Verkäufe im Inland zwischen Januar und Juli nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 23,45% ab, ähnlich wie bei duroplastischen Kunststoffen (-23,02%) und Zwischenprodukten für Duroplaste (-28,84%). Die Preise sanken insgesamt um 12,92%, weisen jedoch ab Mai wieder positive Steigerungsraten auf. Die Deflation für Duroplaste war mit 43,18% eine der stärksten. Der Export von Thermoplasten wie Polyethylen und Polypropylen verdoppelte sich. Brasilianische Hersteller verfolgten expansive Strategien im Außenhandel, nutzten den günstigen Wechselkurs und konnten attraktive internationale Märkte wie den chinesischen Markt für sich erschließen. Im 1. Halbjahr 2009 erreichten die Exporte mit 837.300 t annähernd das Exportvolumen des Jahres 2008 von 903.600 t. Die Duopolisten Braskem und Quattor verhandelten Ende August 2009 eine mögliche Fusion und somit Monopolisierung des Marktes für lineares Polyethylen geringer Dichte und Polypropylen. Die Unternehmen dominieren den brasilianischen Markt für Kunststoffe in Primärformen. Braskem zog die Übernahme von Quattor in Betracht. Der Markt reagierte mit Vorbehalt. Nach einer öffentlichen Diskussion in den Medien wurden im September 2009 jedoch keine weiteren Meldungen bekannt gegeben. Die Produktion von Plastifikatoren (Weichmachern) und Vorprodukten für die Plastifikatorenherstellung ging im Zeitraum der Krise im Vergleich zu der anderer Industriechemikalien außerordentlich stark zurück. Die Produktionskapazitäten für Vorprodukte waren nur zu durchschnittlich 63% ausgelastet. Auch der Inlandsverkauf sank stärker als der anderer Industriechemiesparten. Der Sektor erlebte eine hohe Deflation von 10%, bezogen auf den Zeitraum August 2008 bis Juli 2009 im Vergleich zum Vorjahr, welche jedoch noch unter der für Kunststoffe und Chemiefasern lag. Weiterführende Informationen |
Germany Trade and Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH, Berlin + Köln
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