| 12.11.2019, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Auf der K 2019 hat Wittmann Battenfeld zusammen mit seinem MES-Partnerunternehmen ICE-flex eine Einzelmaschinen-MES-Lösung namens "Temione" vorgestellt. MES-Lösungen gelten als integraler Bestandteil von Industrie 4.0 und haben sich in der Kunststoffindustrie als Informations- und Leitstellen für die Produktionsüberwachung und -planung von Spritzgießmaschinen etabliert. Die Hürden für die Entscheidung, ein MES-Programm in einem Unternehmen zu installieren, können jedoch hoch sein. Als Gründe dafür nennt Witttmann hohe Kosten für das Gesamtpaket, die Nachrüstung bestehender Maschinen mit standardisierten Schnittstellen zur Kommunikation mit dem MES-Programm, die organisatorische Anpassung und Schulung der Mitarbeiter zur Nutzung des Systems und die Einbindung der internen IT-Abteilung beim Aufbau des Netzwerks und zur Einhaltung der Sicherheitsanforderungen des Unternehmens. Insbesondere für Unternehmen mit einer geringen Anzahl an Maschinen sind daher die finanziellen und technischen Herausforderungen bei der Installation einer MES-Lösung in ihrem Werk groß. Auf der anderen Seite kann ein solches System viele Vorteile mit sich bringen, wie beispielsweise die Rückverfolgbarkeit der Produktionsdaten, Berechnung der Gesamteffizienz der Anlage oder Anzeige von Key Performance Indicators (KPI's) zur Ursachenanalyse von Stillstandzeiten. Mit der Einzelmaschinen-MES-Lösung von Wittmann Battenfeld und ihrem Partner ICE-flex, "Temione", sollen die Anfangshürden vermeidbar werden: Das neue "Temione" ist auf der Unilog B8 Steuerung von Wittmann Battenfeld leicht zugänglich. Der Hauptbildschirm von "Temione" ist das Dashboard, das einen Überblick über die Effizienzparameter gibt. Darüber hinaus können "Temione" sowie das erweiterte Paket "Temi+", das alle Maschinen einer Fertigung abdeckt, sowohl für Spritzgießmaschinen als auch für die Wittmann 4.0 Peripheriegeräte rund um die Maschine eingesetzt werden. Damit soll eine vollständige Datenerfassung und Auswertung der Qualitätsparameter aller an der Herstellung eines Formteils beteiligten Geräte möglich sein. Die Datenaufzeichnung kann direkt auf dem Unilog B8-Steuerungsbildschirm der Wittmann-Battenfeld-Maschinen gestartet werden. Die Daten werden standardmäßig auf dem integrierten Temi-Datenserver gespeichert und können gegebenenfalls nach außen über einen USB-Anschluss oder mit einer Netzwerkverbindung zu einem Netzwerkordner weitertransferiert werden. Die Unterstützung von Wittmann 4.0 bedeute, dass sich Peripheriegeräte im Sinne von "Plug & Produce" automatisch an der Wittmann 4.0-Arbeitszelle an- und abmelden. So sei die MES-Lösung "Temione"/+ immer über die Zusammensetzung einer Arbeitszelle informiert und könne die Darstellung auf dem Bildschirm als auch die Datenspeicherung ohne Benutzerinteraktion entsprechend anpassen. Als weiteren Vorteil nennt Wittmann das Zusammenführen von Fehlermeldungen aller angeschlossenen Geräte in eine gemeinsame Fehlerliste. Darüber hinaus können Werkzeugdateneinstellungen einschließlich der Wittmann 4.0-Geräte gespeichert und abgerufen werden. Es sei auch möglich, die Einstellungen der Werkzeugdaten vor dem Herunterladen vom "Temione"-Server in einer Voransicht zu überprüfen. Das "Temione"-Paket ist laut Wittmann sehr preiswert und soll so einem Unternehmen auch ermöglichen, Daten nur für einzelne Arbeitszellen, zum Beispiel solche, die für die Automobilindustrie, die Medizintechnik oder die pharmazeutische Industrie eingesetzt werden, zu erfassen und zu speichern. K 2019, 16.–23.10.2019, Düsseldorf Weitere Informationen: www.wittmann-group.com |
Wittmann Battenfeld GmbH, Kottingbrunn, Österreich
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