| 23.09.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
![]() ![]() Auf der Fakuma 2026 fertigt ein Mehrkomponenten-Allrounder More 2000 mit einem 32-fach-Werkzeug von Polarform und Hasco je 32 zweifarbige Domino-Steine aus ABS - (Bild: Arburg). Die Maschine arbeitet mit 2.000 kN Schließkraft sowie einer horizontalen Spritzeinheit der Größe 400 und einer vertikalen Einheit der Größe 170. Anders als bei üblichen Zwei-Komponenten-Anwendungen wird das Werkzeug für die zweite Komponente nicht geöffnet und gedreht. Stattdessen erzeugt ein zweistufiges Kernzug-Konzept den erforderlichen Freiraum in den Kavitäten. Zunächst wird über die vertikale Spritzeinheit hellgraues ABS für die Vorderseite der Dominosteine eingespritzt. Anschließend ziehen zwei Hydraulikzylinder bei geschlossenem Werkzeug die Kerne sowie eine bauteilspezifische Zahl von Stiften zurück. Danach wird über die horizontale Spritzeinheit mintgrünes ABS eingespritzt, das die Rückseite und die Augen auf der Vorderseite bildet. Das Werkzeug erzeugt 28 Steine mit sämtlichen Augenpaar-Kombinationen von 0:0 bis 6:6 und damit einen vollständigen Domino-Satz. Vier weitere Kavitäten sind für Steine mit Logos der beteiligten Partner vorgesehen. Das Heißkanalsystem wird additiv gefertigt, wodurch verschlungene Kanalführungen auf engem Raum möglich sind. Dies kann den Bauraum des Werkzeugs reduzieren beziehungsweise höhere Kavitätenzahlen ermöglichen. ![]() Nachdem ein linearer Multilift V 30 je 32 Dominosteine auf ein Förderband abgelegt hat, übernimmt ein Cobot die nachfolgende Verpackung zum kompletten Domino-Set „ready to use“ - (Bild: Arburg). Die Endkonfektionierung erfolgt mit einem mobilen kollaborierenden Roboter außerhalb des Schutzzauns. Ein Kamerasystem im Greifer erkennt Position und Orientierung der auf einem Arbeitstisch abgelegten Schachtel samt Deckel. Der Cobot entnimmt jeweils acht Dominosteine vom Förderband, stapelt insgesamt vier Lagen in die Schachtel und schließt diese anschließend mit dem Deckel. Damit wird das komplette Set innerhalb des Anlagenkonzepts bis zur gebrauchsfertigen Verpackung automatisiert. Für die Mensch-Roboter-Kollaboration ist der Arbeitsbereich durch eine Lichtschranke in drei Sicherheitszonen gegliedert. Bei freiem Arbeitsraum fährt der Cobot mit der vorgesehenen Prozessgeschwindigkeit. Beim Eintritt in die mittlere Zone wird die Bewegung reduziert; im inneren Bereich stoppt das System bei Kontakt. Die auf einem mobilen Wagen installierte Stand-alone-Lösung ist als flexible End-of-line-Automation für unterschiedliche Produktionsanlagen ausgelegt. Die Baureihe "Allrounder More" ist für Mehrkomponenten-Anwendungen konzipiert und bietet zusätzlichen Einbauraum für größere Werkzeuge, Dreheinheiten, Medienanschlüsse und Auswerferhübe. Sie verfügt über eine elektrische Kniehebel-Schließeinheit mit flüssigkeitsgekühlten Servomotoren und zwei elektrische Spritzeinheiten. Verfügbar sind Varianten mit 1.600 und 2.000 kN Schließkraft. Durch den modularen Aufbau lassen sich neben klassischen Mehrkomponenten-Prozessen auch weitere Verfahren integrieren. Die Fakuma-Anwendung ist vor allem aufgrund der Kombination aus komplexer Werkzeugtechnik, additiv gefertigtem Heißkanal, Kernzugverfahren und weitgehend automatisierter Verpackung relevant. Sie zeigt, wie Spritzgießprozess, Handling und End-of-line-Automation zu einer durchgängigen Fertigungszelle verbunden werden können. Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle A3, Stand 3101 Weitere Informationen: |
Arburg GmbH + Co KG, Loßburg
» insgesamt 375 News über "Arburg" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
MW Compounds: Recycling-Compounds und Prozessoptimierung für effizienteren Spritzguss
Haitian: Spritzgießtechnik, Automation und europäische Fertigung im Fokus
Feller Engineering: Neue Heißkanalregler für bis zu 480 Regelzonen
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Mocom: Dirk Sadowski übernimmt CEO-Position
Kirkbi: Lego-Mutter mit deutlichem Ausbau der Kunststoff-Kreislaufwirtschaft
Meist gelesen, 10 Tage
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Mocom: Dirk Sadowski übernimmt CEO-Position
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Kirkbi: Lego-Mutter mit deutlichem Ausbau der Kunststoff-Kreislaufwirtschaft
Schütz: Neues IBC-Werk am BASF-Standort Ludwigshafen soll 2027 in Betrieb gehen
HA-WI Kunststoffe: Erweiterung des Maschinenparks um drei Spritzgießmaschinen
RDG Recycling Group: Aufbereitung von Kunststoffabfällen zu Mahlgütern und Regranulaten
Meist gelesen, 30 Tage
Billion: Strategische Partnerschaft mit Engel – Fokus künftig auf Service statt Neumaschinengeschäft
Dreher: Amis übernimmt insolventen Schneidmühlenhersteller
Krallmann: Übernahme der insolventen KLT Hummel Plastic
Schütz: Mehrheitsbeteiligung an Repack erweitert Rekonditionierungsnetzwerk in Italien
Aumovio: Geschäft für Scheibenwaschanlagen und Reinigungssysteme geht an Certina
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Covestro: Strategic investment program to expand global MDI capacity
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| IKT: Lehrbuch „Kunststofftechnik – Einführung und Grundlagen“ in neuer Auflage
|