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30.10.2026, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

RiBotl Solutions: Bottle-to-Bottle-Anlage in Silvassa für bis zu 16.000 Tonnen rPET jährlich

RiBotl ist einer von aktuell 13 indischen PET Bottle-to-Bottle-Recyclern, die die FSSAI-Zulassung für die Herstellung recycelter Materialien für den Kontakt mit Lebensmitteln erhalten haben - (Bild: RiBotl).
RiBotl ist einer von aktuell 13 indischen PET Bottle-to-Bottle-Recyclern, die die FSSAI-Zulassung für die Herstellung recycelter Materialien für den Kontakt mit Lebensmitteln erhalten haben - (Bild: RiBotl).
Die indische RiBotl Solutions Private Limited betreibt am Produktionsstandort Silvassa eine PET-Bottle-to-Bottle-Recyclinganlage des österreichischen Maschinenbauers Starlinger. Die Anlage des Typs "recoSTAR PET 165 art" wurde in der ersten Jahreshälfte 2025 in Betrieb genommen und ist für die Herstellung von bis zu 16.000 Tonnen rPET-Granulat in Flaschenqualität pro Jahr ausgelegt. Im März 2026 erhielt RiBotl nach Unternehmensangaben die endgültige Zulassung der indischen Lebensmittelsicherheitsbehörde Food Safety and Standards Authority of India (FSSAI) für das Recyclingverfahren.

Aufbereitung von Post-Consumer-PET
Das Unternehmen verarbeitet gebrauchte PET-Flaschen, die über das informelle Sammelsystem in Indien beschafft werden. Über diese Strukturen werden nach Unternehmensangaben mehr als 90 Prozent der gebrauchten PET-Flaschen im Land erfasst. In einem vierstufigen Sortier- und Reinigungsprozess entstehen rPET-Flakes, die unter der Marke "DiamondPET" vermarktet werden. Das auf der Starlinger-Anlage produzierte lebensmitteltaugliche Granulat wird ebenfalls unter "DiamondPET" vertrieben. Vorgesehene Anwendungen sind unter anderem Getränkeflaschen, Lebensmittelbehälter und PET-Schalen.

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Zulassung und Prozessüberwachung
Die Anlage nutzt ein Dekontaminationsverfahren zur Aufbereitung von Post-Consumer-PET für den Lebensmittelkontakt. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen erfüllt das erzeugte rPET die einschlägigen Anforderungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA). Zur Prozesskontrolle verfügt das System über Echtzeitüberwachung, Dokumentation und Speicherung relevanter Produktionsdaten. Diese dienen unter anderem dem Nachweis der Prozessbedingungen und der Rückverfolgbarkeit.

Die FSSAI verlangt für die Zulassung lebensmitteltauglichen rPETs unter anderem technische Unterlagen, Zertifikate, Prüfberichte und Audits. Produktionsanlagen und Aufzeichnungen können vor und nach der Zulassung kontrolliert werden. Nach Angaben der Mitteilung zählt RiBotl zu 13 indischen Herstellern mit einer entsprechenden Genehmigung.

Regulatorischer Rahmen und Unternehmensentwicklung
Seit dem 1. April 2026 gelten in Indien neue Vorschriften zur Bewirtschaftung fester Abfälle. Sie schreiben die getrennte Erfassung von vier Abfallströmen bereits am Entstehungsort vor. Die Regelung soll die Sammlung recyclingfähiger Abfälle verbessern und kann die Versorgung der Recyclingbetriebe mit sortenreinerem Eingangsmaterial erleichtern.

RiBotl wurde 2023 von Virendra Jain und Ankit Jain gegründet und beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 250 Mitarbeitende. Das Produktportfolio umfasst neben rPET-Flakes und -Granulat auch rPET-Folien sowie Granulate aus recyceltem HDPE und PP. Im Jahr 2024 übernahm RiBotl den Recyclingbereich von Aero Fibre, der aus dem früheren Recyclinggeschäft der Familie Jain hervorgegangen war.

Weitere Informationen: www.starlinger.com, www.ribotl.com, www.aerofibre.com

Starlinger & Co Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich

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