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06.11.2026, 11:38 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

GreenDot: 50 Prozent an Valorie erworben – Ausbau des EPR-Geschäfts in Frankreich

Die Recyclinggruppe GreenDot hat 50 Prozent der Anteile an der französischen Valorie SAS erworben. Die Transaktion wurde am 5. November 2026 abgeschlossen. Damit halten GreenDot und die Reclay-Gruppe Valorie zu gleichen Teilen. Die Holding ist Eigentümerin der französischen Organisationen Léko und Léko Pro, die Aufgaben der erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR) übernehmen. Léko ist für Haushaltsverpackungen und Papier zuständig, Léko Pro für gewerbliche Verpackungen. GreenDot-CEO Laurent Auguste übernimmt den Vorsitz von Valorie.

Nach Angaben der GreenDot-Mehrheitsgesellschafterin Agilyx beträgt der anfängliche Kaufpreis vier Millionen Euro. Zusätzlich sind zwei an die Umsatzentwicklung von Léko geknüpfte Zahlungen vereinbart. Der Gesamtpreis ist auf zwölf Millionen Euro begrenzt. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln der GreenDot-Gruppe; Agilyx stellt dafür weder zusätzliches Kapital bereit noch gibt das Unternehmen neue Aktien aus.

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EPR-Systeme und Recyclingkapazitäten sollen enger verzahnt werden
Mit der Beteiligung will GreenDot seine Dienstleistungen zur Herstellerverantwortung stärker mit Sortierung, Recycling und der Bereitstellung von Kunststoffrezyklaten verbinden. Dabei sollen die französischen EPR-Systeme in das europäische Netzwerk der Gruppe eingebunden und der Zugang zu geeigneten Kunststoffabfallströmen für das mechanische Recycling ausgebaut werden. Das Unternehmen ist außerdem im chemischen Recycling tätig.

Hintergrund sind unter anderem die Vorgaben der europäischen Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR). Sie betreffen beispielsweise die Recyclingfähigkeit von Verpackungen, den Rezyklateinsatz, Wiederverwendung sowie Nachweis- und Informationspflichten. GreenDot und Léko wollen Herstellern und Händlern neben der Erfüllung von EPR-Pflichten auch die Umstellung auf recyclingfähige Verpackungen und die Beschaffung geeigneter Rezyklate erleichtern.

Recyclingquote in Frankreich unter EU-Durchschnitt
Für Kunststoffverpackungen liegt die französische Recyclingquote nach den in der Mitteilung genannten Zahlen bei 27,5 Prozent, gegenüber 42,5 Prozent im EU-Durchschnitt. Die Partner sehen darin Bedarf für den Ausbau von Sammlung, Sortierung und Recycling sowie für eine verlässliche Rezyklatversorgung im Hinblick auf die PPWR-Anforderungen.

Léko zählt nach Unternehmensangaben mehr als 80.000 Mitgliedsunternehmen und arbeitet mit 17 Kommunalpartnern zusammen, die rund 1,5 Millionen Einwohner vertreten. Laut dem Tätigkeitsbericht für 2024 unterstützte die Organisation in diesem Jahr das Recycling von rund 109.300 Tonnen Verpackungen und Papier und stellte dafür 20 Millionen Euro bereit. Der Umsatz betrug 2024 rund 31,6 Millionen Euro; für 2025 nennt Agilyx 42 Millionen Euro. Bis 2029 strebt Léko einen Marktanteil von zehn Prozent im französischen Markt für die erweiterte Herstellerverantwortung bei Haushaltsverpackungen an.

Weitere Informationen:
www.agilyx.com, green-dot.com, www.leko-organisme.fr, www.reclay-group.com

GreenDot Group, Köln

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