| 21.02.2011, 06:08 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der neu geschaffene Reinraum der LPKF am Standort Erlangen ging Ende 2010 in Betrieb. LPKF LaserWelding nutzt ihn für die Prozessevaluation beim Schweißen besonders sensibler Kunststoffprodukte. Mikrofluidische Systeme sind kleine Zauberkisten, mit denen sich komplexe Analysen oder Prozesse auf kleinstem Raum durchführen lassen. Dass bei einer Kanalbreite und Schweißnahtbreite von nur wenigen Mikrometern auch kleine Staubpartikel stören, ist nachvollziehbar. Diese und andere Anwendungen profitieren vom neuen LPKF-Reinraum. Er ist nach Reinheitsklasse ISO 5 ausgelegt und wird nach dem Laminarströmungsprinzip betrieben. Das bedeutet: Im Reinraum herrscht kontinuierlich ein leichter Überdruck, der aus einem hochgereinigten turbulenzarmen Luftstrom gespeist wird. Die Luft entweicht durch Schlitze im Boden und den Wänden und kann nach einem erneuten Filterprozess wieder zugeführt werden. Die gesamte Abluft der dort fest installierten Lasersysteme wird außerhalb des sauberen Bereichs gefiltert und abgeblasen. Eine Schleuse mit Schutzkleidung sorgt dafür, dass keine Kontamination von außen stattfindet. Zusätzlich sind die Arbeitsplätze mit Laminar-Flow-Einheiten ausgestattet, die die Zahl der luftgetragenen Teilchen im Umfeld der empfindlichen Mikrofluidiken weiter reduziert. Die Anstrengungen bringen bereits erste Früchte. Frank Brunnecker, Geschäftsbereichsleiter LPKF LaserWelding meint: "Die Nachfrage nach immer präziseren Schweißprozessen spornt unsere Ingenieure an. So haben wir erste Schweißungen mit einem Laserfokus von nur 70 µm realisiert und Verfahren entwickelt, die die Qualität dieser Naht bereits im Prozess sicher dokumentiert". Der Reinraum ist bereits im Betrieb. Die Laser-Ingenieure nehmen dort Mikrofluidik-Schweißungen mit transparent-transparent Fügepartnern vor. |
LPKF Laser & Electronics AG, Erlangen
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