| 07.07.2008 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Lange haben die Hersteller von Kunststofffenstern darum gekämpft, ihren Nachwuchs selbst ausbilden zu können. In diesen Tagen nun schloss Marcel Feifel, der erste Kunststofffensterbauer Deutschlands, seine Ausbildung erfolgreich ab. Der Weg zum eigenen Berufsbild für den Kunststofffensterbauer war lang und hart. Bereits Ende der achtziger Jahre starteten die ersten Initiativen für einen eigenen Ausbildungsberuf. Aufgrund der komplexen Abstimmungsprozesse in der Bildungspolitik mussten jedoch einige Rückschläge verkraftet werden. Um so größer war die Freude, als Ralf Olsen, innerhalb des GKV (Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V.) verantwortlich für das Aus- und Weiterbildung, Marcel Feifel (21) in seinem Ausbildungsbetrieb, der Firma Müller + Co in Schmitten, als erstem Kunststofffensterbauer Deutschlands eine Urkunde überreichen konnte (Bild). „Mit Marcel Feifel haben wir einen sehr guten Mitarbeiter gewinnen können,“ freut sich Bernd Müller, Geschäftsführer des Ausbildungsbetriebs. „Als Unternehmer ist man auf qualifizierte und motivierte Mitarbeiter angewiesen. Es freut uns daher außerordentlich, dass wir endlich die Möglichkeit haben unseren Nachwuchs selber auszubilden.“ Erst 2006 war es im Zuge der Teilnovellierung des Berufsbildes Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik gelungen, den neuen Schwerpunkt Kunststofffenster einzuführen. Initiiert und ausgearbeitet wurde die Schwerpunkterweiterung vom Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) und den angeschlossenen Kunststofffenstersystemgebern sowie dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). „Es ist eine große Genugtuung, diesem jungen Mann heute zu seinem Abschluss gratulieren zu können,“ sagt Volker Zimmermann, Ausbilder beim Fenstersystemgeber profine GmbH, der sich jahrelang im GKV Berufsbildungsausschuss für den neuen Ausbildungsberuf stark gemacht hat. Im Rahmen einer Verbundausbildung verbrachte Marcel Feifel einige Wochen bei dem Fenstersystemgeber, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Fensterbaubetriebe bei der Ausbildung zu unterstützen. „Das große Interesse an dieser Ausbildung bei Herstellern von Kunststofffenstern beweist, dass wir mit dieser Initiative eine wichtige Lücke in der Qualifizierung von Mitarbeitern schließen konnten,“ sagt Ralf Olsen. „Das Interesse an dem noch neuen Ausbildungsberuf ist sehr groß. Dutzende von neuen Ausbildungsplätzen konnten bereits geschaffen werden.“ Broschüre „Perspektive: Zukunft – Kunststofffensterbau als eigener Ausbildungsberuf“ Um das Interesse an der Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoffund Kautschuktechnik Schwerpunkt Kunststofffenster weiter zu steigern, hat der GKV die wichtigsten Informationen in seiner Broschüre „Perspektive: Zukunft – Kunststofffensterbau als eigener Ausbildungsberuf“ zusammengefasst. Die Broschüre kann kostenlos unter info@pro-kunststoff.de angefordert werden. |
pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V., Frankfurt
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