| 23.01.2025, 14:24 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Wacker Chemie AG hat in dieser Woche zwei neue Produktionsanlagen für Spezialsilicone in Japan und Südkorea in Betrieb genommen. Die neuen Anlagen im japanischen Tsukuba und im südkoreanischen Jincheon sollen künftig die steigende Nachfrage nach Spezialsiliconen aus der Automobil- und Bauindustrie bedienen. Insgesamt hat Wacker nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in die Kapazitätserweiterungen investiert. Neue Produktionslinie in Tsukuba: Elektromobilität im Fokus Kunden aus der Automobilindustrie, insbesondere aus dem Bereich Elektromobilität, stehen im Fokus der Kapazitätserweiterung am japanischen Wacker-Standort Tsukuba. Dort wurde ein neues Produktionsgebäude eröffnet, in dem sogenannte Thermal Interface Materials (TIM) auf Siliconbasis hergestellt werden. Dabei handelt es sich um Siliconkautschuke, die bei der Compoundierung mit verschiedenen Additiven und Füllstoffen wärmeleitfähig modifiziert werden. Als so genannte Gap Filler werden sie nicht nur in der Automobilindustrie, sondern auch in der Elektronikindustrie eingesetzt und dienen dem effektiven Wärmemanagement elektrischer Bauteile. So sind beispielsweise die Batterien von Elektroautos in Siliconvergussmassen eingebettet. So wird die im Betrieb entstehende Wärme kontrolliert abgeführt und die Traktionsbatterie vor Überhitzung geschützt. Im Zuge des weltweiten Trends in Richtung Elektromobilität ist auch in Asien mit einer verstärkten Nachfrage nach solchen Siliconen zu rechnen. So investieren japanische Automobilzulieferer derzeit massiv in diesem Sektor. „Die Industrie sucht nach Möglichkeiten, Design und Leistung von Elektrofahrzeugen zu verbessern. Mit dem Hochleistungswerkstoff Silicon lassen sich neue, innovative Lösungen in der Elektromobilität entwickeln, sei es bei Hybridkabeln oder beim Wärmemanagement, dem Verguss von elektronischen Bauteilen oder in der Batteriesicherheit. Mit unserer Produktionslinie in Japan können wir die steigende Nachfrage nach derartigen Spezialsiliconen noch besser begleiten“, sagt Wacker-Vorstand Christian Kirsten. Am Standort Tsukuba produziert Wacker im Rahmen des 1999 gegründeten Joint Ventures Wacker Asahikasei Silicone (AWS) Siliconprodukte und betreibt ein Kompetenzzentrum sowie ein internationales Schulungszentrum für Siliconanwendungen. Kapazitätsausbau in Korea: Silicone für die Bauindustrie Auch am koreanischen Standort Jincheon hat Wacker seine Produktionskapazitäten erweitert. Dort produziert der Chemiekonzern seit 2010 Silicondichtstoffe für die Bauindustrie und seit 2012 auch Spezialsilicone, Flüssigsiliconkautschuke und Siliconelastomere für die Automobil- und Elektroindustrie. Beliefert werden Kunden in ganz Asien. Bereits 2018 wurde die Produktion für Silicondichtstoffe im Rahmen einer Standortverlagerung erweitert. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach hochwertigen Bau-Siliconen stieß die Produktion zunehmend an ihre Grenzen. Mit der neu in Betrieb genommenen Produktionslinie wird die Produktionskapazität am Standort nun deutlich erhöht. Weitere Informationen: www.wacker.com |
Wacker Chemie AG, München
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