| 07.02.2011, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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LANXESS baut seine Aktivitäten in der Wachstumsregion Lateinamerika weiter aus. Rhein Chemie, eine 100-prozentige Tochter des Spezialchemie-Konzerns, wird einen einstelligen US-Dollar-Millionenbetrag in seine neu erworbene Produktionsstätte in Burzaco, Argentinien investieren. Rhein Chemie plant, die Bladder-Produktion an dem in der Provinz Buenos Aires gelegenen Standort um 40 Prozent auszubauen. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage soll in der zweiten Jahreshälfte 2011 erfolgen. Durch die Erweiterung werden vor Ort 20 neue Arbeitsplätze geschaffen. "Diese Investition unterstreicht unser Engagement, unsere Kunden in der brasilianischen, europäischen und amerikanischen Reifenindustrie mit hochzuverlässigen Bladdern zu beliefern", sagte José Sganga, Geschäftsführer der Rhein Chemie Argentina. "Über diese Investition hinaus denken wir auch über neue Anlagen zur Herstellung von Bladdern und polymergebundenen Kautschukchemikalien in Brasilien nach." Im vergangenen Monat erwarb Rhein Chemie die Darmex S.A. und deren Produktionsstätten in Argentinien (Burzaco und Merlo) und Uruguay (Colonia). Mit der Akquisition werde Rhein Chemie nach eigenen Angaben zum einzigen Produzenten von Bladdern weltweit, der gleichzeitig auch Trennmittel herstelle und damit den Reifenhersteller beides aus einer Hand könne. Bladder werden bei der Herstellung von Reifen eingesetzt. Der unvulkanisierte Reifenrohling wird in die Vulkanisationspresse gelegt. Nach dem Schließen wird er über Innendruck gegen die formgebende Innenwand des Werkzeugs gepresst. Dafür wird ein Bladder aus Butylkautschuk verwendet, der dann unter hohem Druck und hohen Temperaturen aufgeblasen wird, um dem Reifen seine endgültige Form zu geben. Bladder von Rhein Chemie sollen unter dem Markennamen Rhenoshape® vertrieben werden. Sie haben eine längere Lebensdauer, sodass mit einem Bladder rund 20 Prozent mehr Reifen hergestellt werden können. Trennmittel werden benötigt, um zu verhindern, dass der Reifen am Bladder oder an der Form haftet. Diese Chemikalien sind für den Herstellungsprozess wesentlich und stellen bei den Reifenherstellern einen reibungslosen, kosteneffizienten Produktionsprozess sicher. Experten erwarten, dass die Nachfrage nach Trennmitteln parallel zur globalen Reifenproduktion weiter ansteigen wird, für die in den kommenden zehn Jahren Wachstumsraten von rund fünf Prozent pro Jahr prognostiziert werden. Der Megatrend Mobilität unterstützt dieses Wachstum, angetrieben durch eine wachsende Mittelschicht in Ländern wie Brasilien, China und Indien. Hinzu kommt laut Rhein-Chemie, dass immer mehr Reifenhersteller ihre Bladder-Produktion auslagern, um ihre Produktivität zu optimieren und von der höheren Qualität zu profitieren, die Bladder-Spezialisten bieten. Das Volumen des weltweiten Bladder-Marktes wird derzeit auf über 300 Millionen EUR geschätzt. Weitere Informationen: lanxess.com |
LANXESS AG, Leverkusen
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