| 17.08.2015, 05:58 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
![]() Der computertomografische Längsschnitt durch eine heizelementstumpfgeschweißte PA12-Platte zeigt eine Verdichtung des Materials in der Schweißzone. In den vergangenen Jahren haben additive Fertigungsverfahren wie das selektive Laser-Sintern (SLS) eine rasante Entwicklung und Marktwachstum erlebt. Durch die stetige Optimierung sind heute bereits Produktlösungen wie Operationshilfen, Otoplastiken oder Ventile realisierbar und gehen über die Funktion als reine Anschauungsobjekte für Designstudien oder Produktentwicklung hinaus. Beim SLS werden Bauteile mittels pulverförmiger Ausgangswerkstoffe unter Strahleinwirkung schichtweise aufgebaut. Im Vergleich zu konventionellen Fertigungsverfahren wie Spritzgießen kann bspw. auf Formschrägen verzichtet oder Mehrkomponententeile können aus einem Teil gefertigt werden. Dennoch gibt es auch bei additiven Fertigungsverfahren Konstruktionen, bei denen Bauteile mit anderen Komponenten verbunden werden müssen. Zum Verbinden konventioneller Kunststoffteile kommen Verfahren wie z.B. das Ultraschallschweißen und das Heizelementstumpfschweißen zum Einsatz. Es stellt sich nun zunehmend die Frage, ob additiv gefertigte Bauteile eine vergleichbare Schweißbarkeit wie durch Spritzguss gefertigte Bauteile aufweisen. Die Auswirkungen der anisotropen Eigenschaften infolge der Schichtbauweise auf eine mögliche Schweißkonstruktion sind bislang jedoch unerforscht. Ziel eines Forschungsvorhabens am SKZ ist es, Er-kenntnisse über das Schweißverhalten von Laser-gesinterten (SLS) Materialien bzw. Bauteilen zu erarbeiten. Dadurch soll das Einsatzspektrum additiver Fertigungsverfahren erweitert werden, um nicht zuletzt notwendige Design- und Fertigungskriterien für bestehende und zukünftige Anwendungen zu generieren. Bestandteil des Forschungsvorhabens ist zudem, die Anforderungen an die Schweißprozesse, den Einfluss der Bauteilmorphologie und SLS-Prozessgrößen auf die resultierende Nahtqualität nach dem Schweißen zu untersuchen. Hierfür sollen Laser-gesinterte Bauteile sowohl mit Laser-gesinterten Bauteilen als auch mit Spritzgussbauteilen geschweißt werden. Das IGF-Vorhaben 18096 N der Forschungsvereinigung Fördergemeinschaft für das SKZ wird über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschung (AiF) im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Ansprechpartner: SKZ – Das Kunststoff-Zentrum M. Sc. Michael Heilig Fügen von Kunststoffen Tel: 0931 / 4104 – 780 E-Mail: m.heilig@skz.de Weitere Informationen: www.skz.de |
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
» insgesamt 549 News über "SKZ" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Continental: Spatenstich für neues Mischzentrum in Iowa
Mol Gruppe: Hauptversammlung beschließt Dividende von rund 600 Mio. Euro
Meist gelesen, 10 Tage
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Mol Gruppe: Hauptversammlung beschließt Dividende von rund 600 Mio. Euro
Continental: Spatenstich für neues Mischzentrum in Iowa
Bericap: Übernahme der irischen Embankment Plastics
EMS-Gruppe: Währungsbedingter Umsatzrückgang im ersten Quartal
Meist gelesen, 30 Tage
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
BASF: Neuen Verbundstandort in Zhanjiang offiziell in Betrieb genommen
FACC: Rekordumsatz und Ergebnissteigerung im Geschäftsjahr 2025
Röhm: Chemisches Recycling in MMA-Anlage in Worms integriert
Meist gelesen, 90 Tage
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
HydroDyn Recycling: Sanierungsverfahren eingeleitet
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
Dom Polymer-Technik: Insolvenzverfahren eröffnet
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Tupperware: Verkauf der Produktionsstandorte in Lateinamerika
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Kunststoffchemie für Ingenieure
|