| 11.05.2016, 09:50 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Beim Spezialchemie-Konzern Lanxess zeigt die Neuausrichtung Wirkung: Nach einem starken Jahresstart erhöhte Konzernchef Matthias Zachert am Mittwoch die Prognose für das laufende Jahr. Dabei fährt der Manager auch die Früchte des von ihm auf den Weg gebrachten Umbaus ein. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel über 2,5 Prozent zu. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen dürfte auf 900 bis 950 Millionen Euro klettern. Bisher hatte Zachert 880 bis 930 Millionen in Aussicht gestellt, nach 885 Millionen ein Jahr zuvor. Auch das zweite Quartal habe "gut" begonnen, erklärte er. Analysten rechnen derzeit für 2016 mit gut 900 Millionen. Lanxess legt operativ sprunghaft zu Im ersten Quartal erhöhte sich das Ebitda sprunghaft um 14,4 Prozent auf 262 Millionen Euro. Gründe waren höhere Absatzmengen, eine bessere Auslastung, positive Währungseffekte sowie der Wegfall von Anlaufkosten für ein neues Kautschuk-Werke in Asien, die vor einem Jahr belastet hatten. Der Umsatz sank hingegen wegen niedrigerer Verkaufspreise im Zuge des Ölpreisverfalls um 5,8 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb beim MDax-Konzern im ersten Quartal ein Gewinn von 53 Millionen Euro hängen, nach 22 Millionen ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt zwar etwas mehr Umsatz, aber ein schwächeres operatives Ergebnis erwartet. Kautschuk-Gemeinschaftsunternehmen sorgt für Spielraum "Die gute Geschäftsentwicklung zeigt, dass Lanxess stabiler und profitabler wird", sagte Zachert. Zuletzt hatte er mit dem größten Öl- und Energiekonzern der Welt, der saudischen Saudi Aramco, das Kautschuk-Gemeinschaftsunternehmen Arlanxeo gegründet. Dieser strategische Schritt spülte Lanxess rund 1,2 Milliarden Euro in die Kasse. Zachert nutzte den Spielraum Ende April für einen ersten Zukauf. Die starke Abhängigkeit von der Reifen- und Autoindustrie hatte Lanxess in den vergangenen Jahren in Bedrängnis gebracht. Die Autokrise in Europa und selbst geschaffene Überkapazitäten hatten bei Kautschuk einen Preisverfall ausgelöst. Lanxess als weltgrößter Hersteller von synthetischem Kautschuk litt besonders stark darunter. Mit Stellenstreichungen und einem Umbau der Produktion steuerte der Konzern gegen. (dpa-AFX) Weitere Informationen: lanxess.com |
Lanxess AG, Köln
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Albis: Fokus auf Materialauswahl, Regulierung und PFAS-freie Werkstoffoptionen
Dreher: Amis übernimmt insolventen Schneidmühlenhersteller
Schütz: Mehrheitsbeteiligung an Repack erweitert Rekonditionierungsnetzwerk in Italien
KraussMaffei: Autonome Qualitätsregelung und kompakte Automation für die Spritzgießproduktion
Wintec: Zweiplattenmaschine fertigt 360 Kleiderbügel pro Stunde
Polyblend: Vier Millionen Euro für Ausbau der Produktion von Kunststoffcompounds mit Rezyklatanteil
Meist gelesen, 10 Tage
Billion: Strategische Partnerschaft mit Engel – Fokus künftig auf Service statt Neumaschinengeschäft
Polyblend: Vier Millionen Euro für Ausbau der Produktion von Kunststoffcompounds mit Rezyklatanteil
Schütz: Mehrheitsbeteiligung an Repack erweitert Rekonditionierungsnetzwerk in Italien
KraussMaffei: Autonome Qualitätsregelung und kompakte Automation für die Spritzgießproduktion
Dreher: Amis übernimmt insolventen Schneidmühlenhersteller
Envalior: Kreislauffähiges PA6 aus Altfahrzeugen - Zusammenarbeit mit Secara
RCS-Gruppe: 75 Mio. Euro-Invest in neuen Recyclingstandort in Werne - Recycling von HDPE, PS und PET
Meist gelesen, 30 Tage
Billion: Strategische Partnerschaft mit Engel – Fokus künftig auf Service statt Neumaschinengeschäft
PPWR gilt ab heute: Neues EU-Verpackungsrecht startet
KraussMaffei Extrusion: Xinting Ren übernimmt Geschäftsführung
Plastics Europe Deutschland: VerpackDG bringt neue Nachweispflichten für Unternehmen
Mürdter: Spritzgießer beendet Insolvenzverfahren
WIS Kunststoffe: Daniel Römhild ist neuer Geschäftsführer – Feier zum 35-jährigen Bestehen
Meist gelesen, 90 Tage
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| IKT: Lehrbuch „Kunststofftechnik – Einführung und Grundlagen“ in neuer Auflage
|