| 16.03.2007 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Zur Herstellung sogenannter Kappenrohre für die Fernwärmeleitung installierte die Battenfeld Extrusionstechnik GmbH (www.bex.battenfeld.com) jetzt bei MosFlowline, Moskau, eine komplette Großrohrlinie (Bild) für Rohre bis zu einem Durchmesser von 1.600 mm. MosFlowline, der als einer der größten Hersteller PUR-isolierter Rohre im Land gilt, betreibt damit die derzeit größte Rohrlinie in Russland. Den russischen Verarbeiter und den deutschen Maschinenbauer verbindet eine langjährige, erfolgreiche Partnerschaft. Mit den ersten beiden, bereits 1989 installierten Komplettlinien für Rohre bis zu einem Durchmesser von 800 mm, die immer noch ohne Probleme im Einsatz sind, setzte MosFlowline Zeichen. Heute ist der Rohrhersteller mit seinen 600 Mitarbeitern und einer Jahreskapazität von 600 km Fernwärmerohren verschiedener Abmessungen einer der bedeutendsten in seinem Markt. Mit der neuen Linie möchte der Verarbeiter weiter expandieren und sein Produktspektrum um größere Rohrdimensionen erweitern. Für den Transport des etwa 130° C bis 150° C heißen Wassers eignen sich die häufig als Kappenrohre bezeichneten Kunststoffmantelrohre in hohem Maße, da sie besonders einfach und preisgünstig zu verlegen und zu warten sind, eine hohe Lebensdauer aufweisen und resistent gegen Chemikalien und Salze, physikalische Einflüsse und vor allem gegen Korrosion sind. Ihr größter Vorteil gegenüber herkömmlichen Rohren ist jedoch ihre optimale Isolationswirkung. Kunststoffmantelrohre bestehen aus einem Stahl-Innen- und einem PE-Außenrohr. Abstandhalter sorgen dafür, dass ein definierter Zwischenraum entsteht, der mit einem PUR-Schaum ausgefüllt wird. Die PUR-isolierten Rohre überzeugen durch einen effektiven Wärmeverlust bei der Fernwärmeleitung von nur 2%. Hingegen weisen herkömmliche Fernwärmerohre, die aus zwei Metallrohren und einer Steinwoll-Isolationsschicht bestehen, eine um 40% geringere Isolationswirkung auf. Mehrstufiger Herstellprozess Die jetzt von Battenfeld Extrusionstechnik gelieferte Großrohranlage ist nach Herstellerangaben von dem Extruder über Werkzeug, Kühlstrecke und Abzug bis zu Säge und Steuerungseinheit perfekt aufeinander abgestimmt. Denn neben dem Extruder, der die hohe Ausstoßleistung bei optimaler Produkthomogenisierung gewährleisten muss, müssen auch das Werkzeug und das komplette Nachfolgeequipment für die großen Dimensionen von 710 bis 1.600 mm optimal ausgelegt sein. MosFlowline produziert auf der Linie die PE-Außenrohre bis zu einem Durchmesser von 1.600 mm mit Wandstärken bis zu 30 mm. Zur Fertigstellung des endgültigen Fernwärmerohres wird zunächst die Außenseite des Stahlinnenrohres von Feuchtigkeit und Verunreinigungen befreit, bevor die Abstandhalter und die Verkabelung für die Dichtigkeitsüberwachung angebracht werden. Anschließend wird das PE-Außenrohr über die Abstandhalter gezogen und die Rohr-in-Rohr-Kombination in einem Ofen erwärmt, um eine optimale Haftung des PUR-Schaumes sicher zu stellen. Nachdem die Rohrabschlusskappen an den Rohrenden fixiert wurden, wird der PUR-Schaum durch Löcher in den Kappen in den Zwischenraum eingespritzt. Abschließend werden die Rohre nach einer Kühlperiode einer Qualitätskontrolle unterzogen. Bild: Insbesondere bei der Herstellung von Großrohren kommt es auf optimal auf die Dimensionen abgestimmte Werkzeug- und Abzugssysteme an |
Battenfeld Extrusionstechnik GmbH, Bad Oeynhausen
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