| 08.11.2023, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der US-amerikanische Industrieverpackungshersteller Greif plant die Übernahme des französischen Branchenunternehmens Ipackchem. In einer Pressemitteilung informierte Greif kürzlich über die Aufnahme exklusiver Verhandlungen mit dem derzeitigen Ipackchem-Eigentümer, der New Yorker Investmentgruppe SK Capital Partners. Der Aussendung zufolge wird das finanzielle Volumen der geplanten Transaktion mit 538 Mio. USD bewertet. Greif rechnet mit dem Abschluss des Deals im ersten Quartal 2024. Die seit Anfang 2021 von SK Capital kontrollierte Ipackchem produziert feste Kunststoffbehälter, darunter Kanister aus fluoriertem HDPE und andere Industrieverpackungen vor allem für Hersteller von Pflanzenschutzmitteln, Pharmazeutika, Aroma- und Duftstoffen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Paris und verfügt über 13 Produktionsstätten in Frankreich, Großbritannien, Ungarn, den USA, China, Indien, Südafrika und Brasilien mit insgesamt rund 1.400 Beschäftigten. Zuletzt hatte sich Ipackchem vor einem Jahr mit der Übernahme des Verpackungsmittelherstellers TPG Plastics in den USA verstärkt (siehe auch plasticker-News vom 04.11.2022). Laut Angaben von Greif setzte Ipackchem in den zwölf Monaten bis einschließlich September 2023 etwa 235 Mio. USD um und erwirtschaftete dabei ein EBITDA von 57 Mio. USD. Greif-CEO Ole Rosgaard erklärte zu den Übernahmeplänen: "Das Portfolio von Ipackchem passt perfekt zu den strategischen Wachstumszielen von Greif bei Kanistern und anderen kleinen Kunststoffbehältern. Die hochmodernen Anlagen von Ipackchem befinden sich in vielen Regionen, die wir bereits beliefern, wodurch sich erhebliche Möglichkeiten für zusätzliche Wertschöpfung ergeben. Außerdem ermöglicht uns Ipackchem den Eintritt in neue und attraktive Regionen und Endmärkte mit einer starken Position, aus der heraus wir durch organische Investitionen weiter wachsen können." In einer weiteren Aussendung gab Greif dieser Tage den Abschluss der Übernahme des kanadischen Verpackungsmittelherstellers Reliance Products bekannt, ohne jedoch auf Einzelheiten des Deals einzugehen. Reliance Products produziert in Winnipeg (Manitoba) feste Kunststoffbehälter und nutzt dabei u.a. Verfahren zur In-Mould-Fluorierung (IMF). Greif hat ihre Zentrale in Delaware bei Columbus im US-Bundesstaat Ohio und beschäftigt weltweit an knapp 250 Standorten in 36 Ländern insgesamt mehr als 13.000 Mitarbeiter. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahrs 2022/23 berichtet der Konzern ein bereinigtes EBITDA von 620 Mio. USD und einen Nettogewinn von 306 Mio. USD aus Umsätzen in Höhe von 3,91 Mrd. USD. Weitere Informationen: |
Greif Inc., Delaware, Ohio, USA
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