| 14.12.2023, 09:57 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Am 12. Dezember verstarb Eugen Hehl, Seniorchef der Arburg GmbH + Co KG, im Alter von 94 Jahren. Neben seinem unternehmerischen Weitblick zeichneten den gelernten Maschinenbaumeister vor allem seine Verdienste um den Aufbau des weltweiten Arburg-Vertriebs und der baulichen Infrastruktur des Unternehmens sowie sein großes soziales Engagement für und in der Region aus. Das Familienunternehmen zählt heute zu den weltweit führenden Herstellern von Maschinen für die Kunststoffverarbeitung. Als langjähriger Vorsitzender der Geschäftsführung und Verantwortlicher für den weltweiten Vertrieb von Arburg hat Eugen Hehl maßgeblichen Anteil am globalen Erfolg des Unternehmens. Technisch ausgebildet, aber mit feinem Gespür vor allem für den Vertrieb, prägte er in kongenialer Zusammenarbeit mit seinem im November 2010 verstorbenen Bruder Karl das Familienunternehmen über mehr als sieben Jahrzehnte entscheidend mit. Mit seinen Ideen und konstruktiven Lösungen gab er dem Unternehmen weltweit ein unverwechselbares Gesicht. Als geschäftsführender Gesellschafter war Eugen Hehl im doppelten Sinne des Wortes „Baumeister des Unternehmens“ maßgeblich am weltweiten Erfolg des Familienunternehmens beteiligt. Aufbau weltweiter Vertriebsstrukturen 1951 begann Eugen Hehl durch intensive eigene Reisetätigkeit mit dem Aufbau eigener, zunächst regionaler Vertriebsstrukturen. Bereits 1957 hob er den Vertrieb des Unternehmens mit der ersten Messeteilnahme in Amsterdam, Niederlande, auf eine internationale Ebene. Bereits 1962 reiste Eugen Hehl nach Japan und auch in die USA, um den Maschinenverkauf weiter zu forcieren. Detailverliebt und zielstrebig trieb der ambitionierte Jäger, Frühsportler und Teetrinker von Anfang an auch die Bautätigkeiten im Stammwerk und in den sukzessive gegründeten Arburg-Niederlassungen in aller Welt voran. Vorausschauend ließ er 1966 in Loßburg zwei bis vier Jahre alte Gebäude teilweise abreißen, um eine so genannte Rasterbebauung und damit künftig bessere Erweiterungsmöglichkeiten auf dem Firmengelände zu ermöglichen. Viele der weltweiten Arburg-Niederlassungen ähneln in ihrer Außengestaltung dem Stammwerk und sind somit klar erkennbar. Großes soziales Engagement Eugen Hehl war bei Arburg, in seiner Heimat Loßburg und weit über die Region hinaus menschlich und fachlich hoch geschätzt. Gemeinsam mit seinem Bruder Karl war Eugen Hehl auch für sein großes soziales Engagement bekannt. So ließen beide das Gebrüder-Hehl-Stift in Loßburg errichten, das 1999 offiziell seinen Betrieb aufnahm. Die von der Diakonie betriebene Seniorenresidenz steht älteren Menschen für betreutes Wohnen, Kurzzeit- und Altenpflege zur Verfügung. Eugen Hehl engagierte sich auch im kirchlichen Bereich, unter anderem im Kirchenchor der evangelischen Kirchengemeinde Loßburg. Ausgezeichnete Leistungen Für seine Verdienste verlieh die Bundesrepublik Deutschland Eugen Hehl im November 2000 das Bundesverdienstkreuz. Hinzu kommen die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg 1990 sowie der Kompetenzpreis für Innovation und Qualität Baden-Württemberg 2015. Weitere Auszeichnungen sind die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Loßburg im November 1997 sowie der Goldene Meisterbrief 2005. Die amerikanische Society of Plastics Engineers (SPE) verlieh Eugen und Karl Hehl 2007 den Business Management Award für ihr gemeinsames Lebenswerk. Für sein Lebenswerk wurde Eugen Hehl 2015 in die Plastics Hall of Fame" aufgenommen. 2020 erhielt der Seniorchef die höchste Auszeichnung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), die Richard-Vieweg-Ehrenmedaille. Weitere Informationen: www.arburg.com |
Arburg GmbH + Co KG, Loßburg
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