| 28.01.2025, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Nach dem Ende ihres Produktlebens sollten Kunststoffe wiederverwertet werden. Das setzt voraus, dass es gelingt, sie möglichst sortenrein zu sortieren. Bislang nutzt man für ihre Identifizierung auf ihr spezifisches Erscheinungsbild im Nahinfrarotlicht (NIR). Bei Kunststoffen, die mit Ruß schwarz eingefärbt werden, kommt dieses Verfahren allerdings an seine Grenzen. Diese Pigmente absorbieren das NIR-Licht. Eine Lösung könnte die sogenannte Terahertzstrahlung (THz) sein: Die meisten Kunststoffe erscheinen darin zwar weitgehend transparent; aber man kann immer noch ihren Brechungsindex (und andere materialspezifischen Eigenschaften) zu ihrer Identifikation heranziehen. Erste Reflexionsmessungen von mit Ruß additiviertem PE-LD, ABS und PA 6 scheinen die Terahertz-Technologie tatsächlich zu einem vielversprechenden Kandidaten für die Sortierung von schwarzen Kunststoffabfällen zu machen.![]() Dank Terahertz-Spektroskopie lassen sich auch mit Ruß gefärbte Kunststoffe besser auseinanderhalten - (Grafik: IKT). Das Recycling glasfaserverärkter Polyamide kommt immer wieder an seine Grenzen. Nicht nur, dass die Molekülketten bei mehreren Recyclingkreisläufen Schaden nehmen; auch die eingebetteten Glasfasern werden kürzer und kürzer – bis hin zu Glasmehl. Am Institut für Kunststofftechnik (IKT) wurde nun nicht nur die Recyclingfähigkeit der verschiedenen am Markt erhältlichen biobasierten Polyamide näher betrachtet, sondern auch deren Verstärkung mit einer biobasierten Celluloseregeneratfaser (CR). Diese Fasern sind nicht nur leichter als Glasfasern, sondern kürzen sich im Recycling auch weit weniger ein. Am fünften Tag des 29. Stuttgarter Kunststoffkolloquiums, also am 21. Februar 2025, dem zweiten Präsenztag, wird das Thema „Technische Serienanwendungen aus Recyclingmaterialien“ auch von einigen Industrievertretern beleuchtet - ganz konkret anhand von Praxisbeispielen aus dem Alltag der modernen, klimagerechten Kunststoff-Verarbeitung. Volkswagen etwa setzt sich seit einiger Zeit mit dem „Einsatz von Rezyklaten im KFZ-Interieur“ auseinander. Von einem Vertreter der Firma Pöppelmann Kunststoff-Technik wird zu erfahren sein, wie man „Nachhaltige Serienbauteile aus Post-Consumer-Material“ fertigt – ein spannendes Beispiel dafür, wie sich mit innovativen Ideen Emissionen vermeiden lassen. Und der Technik-Pionier Bosch zeigt, wie man „PCR-Abfälle in technisch anspruchsvolle Anwendungen“ bringt. Diese und weitere aktuelle Themen aus dem Bereich der praxisrelevanten Kunststofftechnik stehen im Mittelpunkt des 29. Stuttgarter Kunststoffkolloquiums des Instituts für Kunststofftechnik (IKT) der Uni Stuttgart vom 17. bis zum 21. Februar 2025. Die ersten drei Tage, vom Montag, den 17. Februar 2025, bis Mittwoch, den 19. Februar 2025, werden als „virtuelle“ Tagung durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos, es ist aber eine Anmeldung erforderlich. Am Donnerstag, den 20. Februar 2025, und am Freitag, den 21. Februar 2025, geht die Tagung in einen Präsenzteil über. Der Freitag steht unter den Leitthemen „Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen“ mit mehreren Plenarvorträgen und einer Podiumsdiskussion mit namhaften Vertretern aus Industrie und Politik. Anmeldungen sind noch bis zum 6. Februar 2025 möglich. Auf einer Abendveranstaltung am Donnerstag, den 20. Februar 2025, gilt es außerdem, „60 Jahre Kunststofftechnik in Stuttgart“ zu feiern. Hier wird auch der renommierte Ensinger-Preis verliehen. Am Nachmittag des gleichen Tages (17 Uhr) werden auch das neue Rheometrie-Labor und das neue Compoundier-Technikum des Instituts eröffnet. „29. Stuttgarter Kunststoffkolloquium“ - 17.-21. Februar 2025 17.-19. Februar 2025 - virtuell 20.-21. Februar 2025 - Präsenz in Stuttgart Weitere Informationen: |
Universität Stuttgart, Institut für Kunststofftechnik (IKT), Stuttgart
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