| 22.10.2025, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Chemiekonzern Trinseo plant weitere Maßnahmen zur Verschlankung und Optimierung seiner Produktion in Europa. Laut Pressemitteilung soll dazu die Produktion von Methylmethacrylat (MMA) und des Vorprodukts Acetoncyanohydrin (ACH) in Italien eingestellt werden. Die Stilllegung des MMA-Komplexes am Standort Rho bei Mailand und der ACH-Anlage in Porto Marghera bei Venedig ist bereits bis Ende des laufenden Jahres vorgesehen. Die Produktion von Polymethylmethacrylat (PMMA) in Rho will Trinseo jedoch fortführen, die dafür erforderlichen Ausgangsstoffe sollen künftig von Drittanbietern bezogen werden. Darüber hinaus erwägt der Konzern die Einstellung der Produktion von Polystyrol (PS) an seinem Standort im deutschen Schkopau. Der aktuellen Aussendung zufolge wurde dazu bereits ein Informations- und Konsultationsprozess mit dem Betriebsrat der deutschen Tochtergesellschaft eingeleitet. Die verbleibende PS-Produktion des Konzerns soll am belgischen Standort Tessenderlo konzentriert werden. Insgesamt rechnet Trinseo durch die Umstrukturierungen in Europa mit Ergebnisverbesserungen von jährlich rund 30 Mio. USD. Trinseo-CEO Frank Bozich erklärte: "Diese Pläne sind eine Folge der anhaltenden Herausforderungen, denen wir und unsere Mitbewerber in der europäischen Chemieindustrie seit mehreren Jahren gegenüberstehen, darunter eine schwache Endmarktnachfrage, hohe Energiepreise und zunehmende Importe aus Asien. Diese Entscheidungen sind nie leicht. Wir sind uns bewusst, dass jede einzelne davon Auswirkungen auf die Existenzgrundlage unserer Kollegen und ihrer Familien hat. Wie bei jeder Umstrukturierung während dieser beispiellosen Krise liegt unser Hauptaugenmerk auf der Sicherheit unserer Kollegen und einem respektvollen Übergang." Die in Luxemburg registrierte Trinseo hat ihre Zentrale in Berwyn im US-Bundesstaat Pennsylvania und produziert eine breite Palette an Kunststoffen auf der Basis von Styrol und Acryl sowie Polycarbonaten, Polypropylen, Latexbindemitteln und weiteren technischen Kunststoffen. Der Konzern beschäftigt weltweit an 22 Produktions- und elf F+E-Standorten insgesamt rund 3.100 Mitarbeiter. Für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs 2025 berichtet Trinseo einen operativen Verlust von 62 Mio. USD und einen Nettoverlust von 185 Mio. USD aus Umsätzen in Höhe von 1,569 Mrd. USD. Weitere Informationen: www.trinseo.com |
Trinseo Europe GmbH, Pfäffikon, Schweiz
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