| 16.03.2026, 11:25 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Kistler Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 424 Millionen Schweizer Franken erzielt. Währungsbereinigt lag der Rückgang bei 1 Prozent, in Schweizer Franken bei 5 Prozent. Damit blieb das Umsatzniveau trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds weitgehend stabil. Der Auftragseingang entwickelte sich schwächer und lag währungsbereinigt 2 Prozent beziehungsweise in Schweizer Franken 6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Belastet wurde die Entwicklung nach Unternehmensangaben vor allem durch den starken Schweizer Franken, die anhaltende Schwäche der deutschen Automobilindustrie sowie geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten. Dazu zählen auch Risiken im Zusammenhang mit der US-Zollpolitik. Für 2026 setzt Kistler auf gezielte Investitionen in Wachstumsmärkte und den weiteren Ausbau der eigenen Produktionsbasis. Am Hauptsitz in Winterthur treibt das Unternehmen die Vorbereitungen für eine neue hochautomatisierte Sensorfabrik voran. Parallel dazu soll in Kuala Lumpur eine neue regionale Asien-Zentrale entstehen, um die Marktposition in der Region zu stärken. Strategisch fokussiert sich Kistler weiterhin auf die piezoelektrische Messtechnik. Im Mittelpunkt stehen vier industrielle Anwendungsfelder: die Überwachung und Steuerung von Fertigungsprozessen, Lösungen für die Kunststoffverarbeitung mit Schwerpunkt Medizintechnik, die Zustandsüberwachung kritischer Infrastrukturen wie Brücken sowie die Überwachung von Großmotoren im Schiffbau und in der stationären Energieversorgung. Im Bereich der Infrastrukturüberwachung hat Kistler das Portfolio 2025 um eine cloudbasierte Softwareplattform für das "Structural Health Monitoring" erweitert. In Verbindung mit "Weigh in Motion"-Systemen will das Unternehmen damit integrierte Lösungen vom Sensor bis zur Datenanalyse anbieten. Ziel ist eine präzisere Erfassung des Zustands von Bauwerken und Verkehrslasten. Regional erwartet Kistler 2026 ein differenziertes Marktbild. Für Asien, insbesondere China, rechnet das Unternehmen mit weiterem Wachstum. In den USA wurde das Führungsteam verstärkt, um auf geopolitische Unsicherheiten flexibler reagieren zu können. In Deutschland liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung neuer Applikationen, um Rückgänge im Automobilgeschäft teilweise zu kompensieren. Auch auf der Produktseite sieht Kistler zusätzliche Impulse. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben an mehreren Neuentwicklungen für unterschiedliche Branchen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollen 2026 bei rund 9 Prozent des Umsatzes liegen. Mit Blick auf den Standort Winterthur plant Kistler zudem in den kommenden Jahren den Bau einer "Smart Factory". Das Vorhaben befindet sich derzeit in einer Planungs- und Klärungsphase. Es ist Teil der langfristigen Strategie, die Produktions- und Arbeitsumgebung technologisch weiterzuentwickeln und den Standort auszubauen. Weitere Informationen: www.kistler.com |
Kistler Instrumente AG, Winterthur, Schweiz
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