| 22.06.2026, 06:07 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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![]() PLA-Granulate und Schaumstoffproben für die nächste Generation nachhaltiger Dämmstoffe mit verbessertem Brandschutz. - (Fraunhofer CCPE) An dem Vorhaben sind mehrere Fraunhofer-Institute entlang der Wertschöpfungskette beteiligt. Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF entwickelt halogenfreie Flammschutzmittel und modulare Additivsysteme. Das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT untersucht die Verarbeitbarkeit der Materialien, insbesondere deren Schäumbarkeit sowie die Auswirkungen auf mechanische Eigenschaften. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP bewertet die thermischen Eigenschaften und untersucht die Freisetzung potenziell kritischer Stoffe bei Wasserkontakt. Die entwickelten Materialkonzepte basieren auf modularen Masterbatch-Strategien, die eine Anpassung an unterschiedliche Anwendungen und bestehende Produktionsprozesse ermöglichen sollen. Nach Angaben des Projektteams steht dabei insbesondere die industrielle Skalierbarkeit im Fokus. Erste Untersuchungen zeigen Potenziale zur Verbesserung der Brandschutzleistung. Bei expandierten PLA-Systemen (EPLA) wurden günstige brandschutztechnische Eigenschaften festgestellt. Weitere Tests sollen die Leistungsfähigkeit und mögliche Klassifizierungen der Materialien präzisieren. Darüber hinaus wurden halogenfreie Flammschutzformulierungen für Polystyrolsysteme entwickelt und in ersten Versuchen erfolgreich erprobt. Neben dem Brandschutz adressiert das Projekt die thermische Leistungsfähigkeit der Dämmstoffe. Die bislang erreichten Wärmeleitfähigkeiten bewegen sich nach Angaben des Fraunhofer CCPE im Bereich etablierter expandierter Polystyrol-Dämmstoffe (EPS). Damit sollen die Voraussetzungen für marktfähige Alternativen mit biobasierter Materialbasis geschaffen werden. Die Verwendung halogenfreier Flammschutzmittel soll zudem dazu beitragen, Umwelt- und Gesundheitsbelastungen zu reduzieren und gleichzeitig regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Für Industrieunternehmen ergeben sich daraus Möglichkeiten zur Entwicklung nachhaltiger Produktportfolios sowie zur Integration zirkulärer Materialkonzepte in bestehende Wertschöpfungsketten. Zu den technologischen Schwerpunkten des Projekts zählen Oxyimid- und Sulfon-basierte Flammschutzsysteme, skalierbare Masterbatch-Lösungen sowie die Optimierung von Brandschutz, Wärmeleitfähigkeit und Emissionseigenschaften. In den kommenden Projektphasen sind weitere Demonstratoren, vertiefende Brandtests und Pilotanwendungen mit Industriepartnern vorgesehen. Darüber hinaus sollen die entwickelten Technologien für Kooperationen, Technologietransfer und mögliche Lizenzierungsmodelle geöffnet werden. Weitere Informationen: |
Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE, Oberhausen
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