| 07.08.2026, 11:28 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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PureCycle Technologies hat im zweiten Quartal 2026 die Produktion und Vermarktung seines PP-Rezyklats „PureFive“ weiter ausgebaut. Parallel nahm das Unternehmen eine eigene Compoundierung in Betrieb und meldete weitere Kundenfreigaben. Trotz wachsender Umsätze bleibt PureCycle deutlich defizitär. Im Werk Ironton im US-Bundesstaat Ohio produzierte PureCycle im zweiten Quartal rund 4,5 Mio. lb beziehungsweise etwa 2.040 Tonnen PP-Rezyklat. Damit lag die Produktionsmenge nach Unternehmensangaben rund 32 Prozent über dem Vorjahresniveau. Während eines geplanten Anlagenstillstands setzte das Unternehmen mehr als 170 Maßnahmen zur Verbesserung von Anlagenverfügbarkeit und Prozessstabilität um. Seit April betreibt PureCycle in Ironton zusätzlich eine eigene Compoundieranlage. Im zweiten Quartal wurden dort rund 907 Tonnen Material verarbeitet und etwa 28 Musterchargen hergestellt. Für das vierte Quartal ist die Umstellung auf einen durchgängigen 24/7-Betrieb vorgesehen. Die Compoundierung soll es ermöglichen, das Rezyklat gezielter auf technische Kundenspezifikationen einzustellen. Im Berichtszeitraum meldete PureCycle sieben neue Kundenfreigaben beziehungsweise Materialumstellungen. Erste kommerzielle Lieferungen gingen unter anderem an Procter & Gamble. PureFive wird bereits für ausgewählte Verschlusskappen von Downy-Produkten eingesetzt. Weitere Anwendungen bei Tide und Vicks sollen folgen. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen mit Partnern aus den Bereichen Verschlüsse, Folien, Lebensmittelverpackungen und Automobilkomponenten zusammen. Das New Jersey Department of Environmental Protection erkannte PureFive zudem als Post-Consumer-Rezyklat an. Damit kann das Material auf gesetzlich vorgeschriebene Rezyklatquoten angerechnet werden. PureCycle sieht steigende Mindestquoten für Recyclingmaterial in mehreren US-Bundesstaaten als zusätzlichen Nachfragetreiber. Parallel verfolgt das Unternehmen internationale Ausbaupläne. In Thailand ist eine weitere Recyclinganlage mit geplanter Inbetriebnahme 2028 vorgesehen. Die Investitionskosten werden mit rund 250 Mio. US-Dollar angegeben. Für ein weiteres Projekt im belgischen Antwerpen erwartet PureCycle die erforderlichen Genehmigungen in der ersten Jahreshälfte 2027. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal auf 4,5 Mio. US-Dollar. Gleichzeitig blieb der Nettoverlust mit 142,2 Mio. US-Dollar auf hohem Niveau. Der operative Verlust verringerte sich auf 41,3 Mio. US-Dollar, das bereinigte Ebitda lag bei minus 31,7 Mio. US-Dollar. Für die zweite Jahreshälfte rechnet PureCycle mit steigenden Absatzmengen. Entscheidend für die weitere Entwicklung bleiben ein stabiler Produktionshochlauf, zusätzliche Kundenfreigaben und die Überführung weiterer Anwendungen in die Serienproduktion. Weitere Informationen: purecycle.com |
PureCycle Technologies, Orlando, Florida, USA
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