| 28.08.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Weiss Kunststoffverarbeitung fertigt für die neue „BOS battery S“ der BOS Balance of Storage AG eine Bedieneinheit im In-mould-Labelling-Verfahren (IML). Wie das Unternehmen im Vorfeld der Fakuma 2026 weiter mitteilt, besteht das Bauteil aus transparentem, flammgeschütztem Polycarbonat und einer hinterspritzten Funktionsfolie. Neben der werkstoffgerechten Verarbeitung stellte insbesondere die optische Abstimmung auf die matte Oberfläche des Batteriegehäuses hohe Anforderungen an Werkzeug-, Prozess- und Oberflächentechnik.Die BOS Balance of Storage AG entwickelt Lithium-Eisenphosphat-Batteriesysteme für stationäre und mobile Anwendungen. Die modulare „BOS battery S“ ist unter anderem für den Einsatz in Wohnmobilen und Yachten vorgesehen. Das Batteriesystem verfügt über eine Kapazität von 1024 Wh und lässt sich über unterschiedliche Kommunikationsstandards und Protokolle in verschiedene Anwendungen integrieren. Darüber hinaus ist eine Kombination mit Bleibatterien möglich. An der Frontseite des Batteriegehäuses übernimmt eine von Weiss gefertigte Bedieneinheit die Funktion der Mensch-Maschine-Schnittstelle. Die schwarze Funktionsfolie umfasst hinterleuchtete Symbole sowie Folientaster und wird durch Hinterspritzen dauerhaft mit dem Kunststoffträger verbunden. Zum Einsatz kommt das In-mould-Labelling-Verfahren. Dabei wird die vorgefertigte Folie in das Spritzgießwerkzeug eingelegt und im anschließenden Spritzgießprozess mit Polycarbonat hinterspritzt. Auf diese Weise entsteht ein funktionales und dekoratives Verbundbauteil ohne nachgelagerte Montage der Folie. Eine wesentliche Herausforderung lag in der Auswahl und Verarbeitung des Polycarbonats. Für die Anwendung wird ein glasklarer Werkstoff mit Flammschutzausrüstung eingesetzt. Flammgeschützte transparente Polycarbonate stellen erhöhte Anforderungen an die Prozessführung, da neben den mechanischen und thermischen Eigenschaften auch optische Kriterien wie Transparenz, Oberflächenqualität und eine reproduzierbare Bauteilanmutung einzuhalten sind. Neben den werkstofftechnischen Anforderungen spielte die Oberflächenabstimmung eine zentrale Rolle. Das Batteriegehäuse wird aus einem Kunststoff mit Rezyklat- und Glasfaseranteilen gefertigt und besitzt eine ausgeprägt matte Oberfläche. Die IML-Bedieneinheit musste hinsichtlich Farbwirkung, Glanzgrad und Oberflächenfinish so ausgelegt werden, dass sich die Frontblende optisch in das Gehäusedesign einfügt. Dazu wurden im Verlauf der Bauteilentwicklung mehrere Versuchs- und Abstimmungsschritte durchgeführt. Weiss passte Material-, Werkzeug- und Prozessparameter an, um die Anforderungen an Funktion, Oberflächenqualität und reproduzierbare Serienfertigung miteinander zu verbinden. Die Entwicklung erfolgte in enger Abstimmung mit BOS bis zur Serienreife. Für Weiss erweitert das Projekt das bestehende Anwendungsspektrum bei Kunststoffkomponenten für elektrische und elektronische Systeme. Das Unternehmen fertigt unter anderem Gehäuse und Bauteile für Ladestecker, Sensorik und Funkmodule. Mit der IML-Bedieneinheit für das Batteriesystem kommt eine Anwendung hinzu, bei der Spritzgießtechnik, Folienintegration, Flammschutz und hohe Anforderungen an die sichtbare Oberfläche in einem Bauteil zusammengeführt werden. Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle A5, Stand 5212 Weitere Informationen: www.weiss-kunststoff.de |
Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co, Illertissen
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