| 17.08.2026, 06:10 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Pilatus hat am Standort Nidwalden das neue Composite-Kompetenzzentrum „Schwarzhorn“ in Betrieb genommen. In dem Gebäude werden Entwicklung und Fertigung von Bauteilen aus faserverstärkten Kunststoffen erstmals an einem Standort zusammengeführt. Perspektivisch sollen dort rund 300 Mitarbeitende tätig sein. Die Investitionssumme beträgt nach Unternehmensangaben 100 Millionen Schweizer Franken. Faserverstärkte Kunststoffe, sogenannte Composites, setzt Pilatus bereits seit mehr als 40 Jahren ein. Bislang beschränkte sich die Anwendung im Wesentlichen auf nicht lasttragende Sekundärstrukturen wie Abdeckungen und Verschalungen. Beim Geschäftsreiseflugzeug PC-24 verwendet das Unternehmen inzwischen auch Composite-Bauteile für lasttragende Strukturen. Dazu gehören Steuerflächen, bei denen das geringere Bauteilgewicht zur Reduzierung des Gesamtgewichts und damit des Treibstoffverbrauchs beitragen kann. Pilatus plant, den Anteil von Composite-Strukturen künftig weiter auszubauen. Das neue Kompetenzzentrum bildet die gesamte Prozesskette der Kunststofffertigung ab. Dazu zählen die Anlieferung und Lagerung der Rohmaterialien, die eigentliche Bauteilfertigung, Detailmontage und Oberflächenbehandlung sowie Lagerung und Kommissionierung. Die fertigen Komponenten werden anschließend als zusammengestellte Kits an die Endmontage geliefert. Mit der räumlichen Bündelung der einzelnen Prozessschritte soll die Kunststofffertigung weitgehend eigenständig organisiert werden. Gleichzeitig werden Entwicklung und Produktion enger miteinander verzahnt. Die Fertigungsflächen sind so ausgelegt, dass künftig zusätzliche Fertigungs- und Prüfverfahren integriert und einzelne Prozessschritte weiter automatisiert werden können. Das nach einem Schweizer Berg sowie der Farbe der dort gefertigten lasttragenden Composite-Bauteile benannte Gebäude ist nach Angaben von Pilatus das bislang teuerste Einzelgebäude des Unternehmens. CEO Markus Bucher ordnet die Investition zugleich als Bekenntnis zum Entwicklungs-, Produktions- und Ausbildungsstandort Schweiz ein. Auch bei der Energieversorgung setzt Pilatus auf eine weitgehend ressourcenschonende Gebäudetechnik. Photovoltaikanlagen auf Dach und Fassade erzeugen Strom vor Ort. Zusätzlich werden Prozessabwärme und Grundwasser für Heizung und Kühlung genutzt, um den externen Energiebedarf zu reduzieren. Für das „Schwarzhorn“ strebt Pilatus zudem eine Zertifizierung nach dem LEED-Platinum-Standard an. Das internationale Bewertungssystem berücksichtigt unter anderem Energie- und Wasserverbrauch, Ressourceneinsatz sowie weitere Umweltaspekte von Gebäuden. Pilatus mit Sitz in Stans im Kanton Nidwalden ist ein Schweizer Flugzeughersteller. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt einmotorige Turboprop-Flugzeuge sowie Businessjets und Trainingsflugzeuge. Zum Portfolio gehören unter anderem der PC-12 und der PC-24. Neben der Flugzeugfertigung umfasst die Tätigkeit auch Wartungs-, Support- und Ausbildungsleistungen. Pilatus ist international tätig und betreibt den überwiegenden Teil seiner Entwicklung und Produktion in der Schweiz. Weitere Informationen: www.pilatus-aircraft.com |
Pilatus Flugzeugwerke AG, Stans, Schweiz
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