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14.09.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

TITK: Bio-Klebstoff, Metalldruck-Filamente und Leichtbau-Tapes

Herstellung trockener UD-Tapes im Textiltechnikum des TITK - (Bild: TITK / Steffen Beikirch).
Herstellung trockener UD-Tapes im Textiltechnikum des TITK - (Bild: TITK / Steffen Beikirch).
Das Thüringische Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung (TITK) präsentiert auf der Fakuma 2026 neue Entwicklungen für den Leichtbau mit unidirektional verstärkten Tapes. Zu den Exponaten gehören abgelegte Tapestrukturen aus Carbonfaserrovings sowie ein automatisiert gewickelter Verbundkörper.

Ein Schwerpunkt des Messeauftritts liegt auf automatisierten Lege- und Wickelverfahren für trockene UD-Tapes. Das TITK hatte bereits auf der K 2025 trockene Schmalbandgelege auf Basis von 50K-Carbonfaserrovings vorgestellt. Dabei werden parallel ausgerichtete Endlosfasern mit angepassten Nähgarnen und einer optimierten Thermofixierung zu trockenen UD-Tapes verarbeitet. Anschließend lassen sich die Halbzeuge robotergestützt und entsprechend der auftretenden Belastungen ablegen.

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Im TITK-Technikum steht dafür eine robotergestützte Anlage zur Verfügung, mit der unterschiedliche Verbundstrukturen aufgebaut werden können. Neben dem automatisierten Tapelegen arbeitet das Institut am Tapewickeln, unter anderem für Druckbehälter zur Medienspeicherung und weitere dreidimensionale Strukturen. Der Lagenaufbau kann dabei sowohl vollflächig als auch mit variabler Bedeckung ausgeführt werden. Nach Angaben des Instituts lässt sich die gesamte Prozesskette in einem vorindustriellen Maßstab abbilden.

Erweitert wird die Anlage um einen 3D-Druckkopf. Damit können abgelegte Tapelagen an definierten Stellen durch additiv gefertigte Kunststoffstrukturen lastpfadgerecht verstärkt werden. Alternativ lässt sich zunächst eine Prototypenform aus Kunststoffgranulat drucken, auf der anschließend die Tapeablage erfolgt. Das Titk kombiniert damit additive Fertigung mit automatisierter Faserablage innerhalb einer Prozessumgebung.

Bei Bedarf kann am Institut auch die Harzinfiltration der abgelegten Tapeaufbauten erfolgen. Die Titk-Tochter OMPG deckt als akkreditiertes Prüflabor zudem Materialprüfungen für Rovings, Tapes und fertige Bauteile ab.

Die entwickelten Verfahren zielen auf Leichtbauanwendungen, bei denen Verstärkungen gezielt entlang der auftretenden Lasten eingebracht werden sollen. Mögliche Einsatzfelder reichen von Luft- und Raumfahrt und Fahrzeugbau über Windenergie und Sportanwendungen bis zu Druckbehältern, etwa für die Wasserstoffspeicherung.

Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle A4, Stand 4229

Weitere Informationen: www.titk.de

Thüringisches Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung (TITK e.V.), Rudolstadt

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