| 18.06.2008 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die London Metal Exchange (LME, www.lme.co.uk) hat weitere Verbesserungen an den Vertragsbedingungen für die Kontrakte ihrer Kunststoff-Futures vorgenommen. Damit sollen der Zugang zu dem Handel an der Börse und das Management von Preisrisiken erleichtert werden. Die Optimierung bei den Future-Kontrakten erfolgt aufgrund der zunehmenden Anerkennung der LME-Kontrakte durch die eigentlichen Märkte, insbesondere seit Einführung der regionalen Kontrakte im Juni 2007. Zu den Kunststoffpreisen, welche die LME aus dem laufenden Handelsgeschäft täglich ermittelt, sagte Mike Billings, kaufmännischer Direktor für globalen Handel und Risikomanagement bei Muehlstein (www.muehlstein.com): „Bei den nordamerikanischen Kontrakten der LME spiegeln die Preise die regionalen, physischen Märkte wieder, und die Abnehmer sprechen immer stärker auf die Preis-Transparenz an, die die LME-Preise schaffen. Muehlstein ist mit der Entwicklung der LME als Preis-Indikator zufrieden, da immer neue Marktteilnehmer erkennen und schließlich begrüßen, was die LME ihnen damit bietet.“ Die H. Muehlstein & Company, Inc. mit Hauptsitz in Norwalk, Connecticut, USA, gehört seit 2006 zur Ravago-Gruppe (www.ravago.com), dem weltweit größten Kunststoff-Distributor. Zu den Änderungen, welche die LME aufgrund der gestiegenen Akzeptanz und des Feedbacks aus dem Markt per 28.05.2008 für ihre Kontrakte eingeführt hat, gehören folgende Neuregelungen: • Die Abschaffung der auf den Lagerscheinen angegebenen Lagedauer (bisher auf den Lagerscheinen stets mit Datum und Zeitraum angegeben). Dies wird es der Industrie ermöglichen, Lagerscheine als liquide Sicherheiten für vermögensgesicherte Kredite zu verwenden. Ebenso erleichtert es die Finanzierung von Handel, Warenbeständen und von langfristigen Projekten. • Die Vereinfachung der Listungsverfahren für Handelsmarken (Materialtypen), um der in der Industrie gängigen Praxis besser zu entsprechen und die Listung von mehr Materialtypen zu ermöglichen. Dazu wird auch ein schnelleres und effizienteres System zur Materiallistung eingeführt. Ab sofort können nicht nur Kunststoff-Hersteller und Distributoren mit eigenen Typwaren ihre Handelsmarken an der Börse listen, sondern auch andere Anbieter. Für die Listung einer Materialsorte reicht nun ein „Letter of Support“ von einem anerkannten Anwender des Materials. • Die vorgeschriebene Frist bis zum Wareneingang (max. Zeitraum zwischen Herstellung der Kunststoffe und Eingang im Lagerhaus) wird von 4 auf 12 Monate ab Herstellung verlängert, was den Marktteilnehmern zusätzliche Flexibilität gibt. Diese Änderungen gelten jetzt gleichermaßen für alle acht globalen bzw. regionalen Kunststoff-Kontrakte der LME für Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE-LLD). Zum Hintergrund und dem Ziel, dass die LME damit verfolgt, erläuterte ihr Hauptgeschäftsführer, Martin Abbott: „Seit Einführung der Kunststoff-Futures bei der LME wurden schon mehr als 1,65 Millionen Tonnen kontraktiert. Die Änderungen an den vertraglichen Regelungen, die wir jetzt eingeführt haben, sind Bestandteil der Entwicklungsprozesse für unsere Produkte. Diese Neuregelungen sollen denjenigen Teilnehmern aus der Industrie den Zugang erleichtern, die die LME zur Preisfindung und zur Absicherung gegen Preisrisiken nutzen wollen.“ |
London Metal Exchange, London
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