| 27.04.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Sehr hart treffen die Kunststoffverpackungsbranche die nun schon im vierten Monat weiter ansteigenden Rohstoffpreise. Wie die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. mitteilt, haben die Preise den Stand des ersten Halbjahres 2008 erreicht. Damals war die Nachfrage allerdings noch wesentlich höher. Insofern sind die aktuellen Preisanstiege nicht allein auf den konjunkturellen Aufschwung zurückzuführen und auch nicht ausschließlich auf die Preiserhöhungen bei den Vorprodukten. So habe sich zum Beispiel die Preiserhöhung beim Polyethylen gegenüber dem Vorprodukt Ethylen verdoppelt. Die dadurch erzielte Einnahmenverbesserung bei den Kunststofferzeugern führt nach Verbandsangaben zu weiteren drastischen Margenrückgängen bei den Verpackungsunternehmen. Am Beispiel des unglaublichen Preissprungs beim Vorprodukt Butadien werde die besondere finanzielle Belastung für viele Folienhersteller deutlich. Ein zusätzliches Problem seien die hohen Energiekosten, insbesondere habe sich Rohöl in den letzten Monaten deutlich verteuert. Nach dem Krisenjahr 2009 sind die Verpackungsunternehmen demnach jetzt gezwungen, schnellstmöglich Lösungen mit ihren Kunden zu finden. Zudem zeigen sich in einigen Produktsegmenten Versorgungsengpässe. Durch reduzierte Cracker- und Raffinerie-Kapazitäten in Europa sei die Situation beim Polypropylen besonders angespannt. Aus Sicht von IK-Hauptgeschäftsführer Ulf Kelterborn werden zurzeit durch den starken Aufschwung in China zu wenige Kunststoffe nach Europa importiert. Experten rechnen deshalb nicht mit einer kurzfristigen Entspannung, weder bei den Rohstoffpreisen noch bei der Versorgungssicherheit. Weitere Informationen: www.kunststoffverpackungen.de |
IK - Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
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