| 12.07.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Gas- und Wasserinjektionstechnik (GIT bzw. WIT) sind etablierte Verfahren zur Produktion von Rohren für den Motorraum von Fahrzeugen. LANXESS hat nun sein Produktportfolio für diese Verfahren und dieses Anwendungssegment um Durethan TP 424-009 (zukünftig Durethan AKV 30 G HR DUS 023) erweitert. Wie das Unternehmen mitteilt, eigne sich das verarbeitungsoptimierte Polyamid 66 besonders für Hohlkörper, die große Rohrquerschnitte und komplexe Geometrien mit Abzweigungen, Querschnittsabflachungen und großen Winkeln aufweisen. "Wir haben seine rheologischen Eigenschaften und das Erstarrungsverhalten der Schmelze so optimiert, dass sich auf der Außenoberfläche der Teile keine kleinen Falten und Furchen bilden. Diese können in ungünstigen Fällen zu Undichtigkeiten führen", erläutert Günter Margraf, Produktentwickler bei LANXESS. Aus dem Material werden bereits im GIT- und WIT-Verfahren Serienbauteile gefertigt. Potenzielle Anwendungen sind Bauteile wie Ölstabrohre, Kühlwasserrohre, Kraftstoffleitungen und -verteilerleisten. Der hydrolysestabilisierte Werkstoff ist mit 30 Gewichtsprozent einer speziellen Glasfaserverstärkung und mit einer an die spezifischen Anforderungen des WIT-/GIT-Prozesses angepassten Additivierung ausgerüstet. Er soll dadurch glattere Bauteil-Innenoberflächen als vergleichbare Polyamid 66-Systeme mit einer Standard-Glasfaserverstärkung und -Additivierung ergeben. "Hier profitieren unsere Kunden davon, dass LANXESS als einer der führenden europäischen Hersteller von Glasfasern maßgeschneiderte Glasfaserrezepturen für seine Produkte entwickeln kann", so Margraf. Der neue Thermoplast zeige beim Ausblasen der Schmelze mit Wasser (WIT) wie auch mit Gas (GIT) ein gutes Ausräumverhalten. Eine weitere Stärke des Polyamid 66 sei die gute Rezyklierbarkeit. Die in Überlaufkavitäten ausgeblasene überschüssige Schmelze sollen regranuliert und ohne größere Einbußen bei den mechanischen Eigenschaften als Rezyklat zusammen mit Neuware in den Prozess zurückgeführt oder zur Herstellung anderer Bauteile genutzt werden können. LANXESS hilft Kunden auf allen Stufen der Umsetzung von Polyamid-Hohlkörpern mit einem umfangreichen Service. Dazu zählen zum Beispiel kundenspezifische Materialentwicklungen und Support bei der Bauteilauslegung mit CAE-Simulationen. Das Technikum im Werk Dormagen verfügt über Spritzgießanlagen, die mit Nebenaggregaten für die WIT und GIT ausgerüstet sind. „Auf den Anlagen können wir mit Serienwerkzeugen unserer Partner Material- und Verfahrensoptimierungen durchführen“, so Margraf. Außerdem bietet LANXESS für Motorraum-Hohlkörper eine Vielzahl von Bauteilprüfungen nach Kundennorm an – so etwa Pendelschlag- und Vibrationstests, Berstdruck- und Druckschwellprüfungen sowie Versuche zur thermischen Alterung und Medienlagerung. Weitere Informationen: www.lanxess.com |
LANXESS AG, Leverkusen
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