| 20.09.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Push-Pull, Twist-Top, Snip-Tip oder doch lieber Toggle-Swing? Die Auswahl an Deckeln und Kappen ist schier unüberschaubar, und ständig werden neue Verschlüsse entwickelt. „Obwohl in vielen Bereichen kostengünstige Standardprodukte eingesetzt werden, ist der Trend zu immer komplexeren Verschluss-Systemen ungebrochen.“, erläutert Oliver Kutsch, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts Ceresana Research. „Gefragt werden vor allem mehr Funktionalität, bessere technische Eigenschaften und Komfort, aber auch Gewichtsreduzierung, Energieeinsparung bei der Produktion und Recycling.“ Ceresana hat den europäischen Markt für Kunststoff-Verschlüsse unter die Lupe genommen. Milliarden-Markt Künstliche Weinkorken, Sprühpumpen, Kappen für Deo-Roller, Deckel für Tuben und andere Verschlüsse sind zwar nur Kleinteile, aber insgesamt ein beachtlicher Wachstumsmarkt: Im vergangenen Jahr wurden in Europa über 200 Milliarden Verschlüsse aus Kunststoff verkauft, 60 Milliarden mehr als vor zu Anfang des Jahrzehnts. Bis 2017 erwarten die Marktforscher ein weiteres Wachstum von durchschnittlich 2,3 Prozent pro Jahr. Der mit Kunststoff-Verschlüssen in Europa erzielte Umsatz wird folglich von derzeit 1,7 Milliarden Euro auf mehr als 2 Milliarden Euro pro Jahr steigen. Die Hersteller von Deckeln und Kappen, aber auch die Produzenten entsprechender Maschinen und die Zulieferer von Kunststoffen und Additiven profitieren vor allem davon, dass für Lebensmittel und Getränke immer mehr Kunststoff-Verpackungen verwendet werden. Für die Verschlüsse werden dabei zunehmend Polypropylen und Polyethylen gebraucht. Hohe Zuwächse erzielen insbesondere einzelne Teilmärkte des Getränkesektors, wie zum Beispiel Bier, Joghurt, Milchprodukte und Sportgetränke. Regionale Unterschiede Am stärksten legen Fabrikation und Verbrauch von Kunststoff-Verschlüssen in Russland, Polen und der Türkei zu. In Osteuropa investieren die Hersteller vor allem in die Serienproduktion von standardisierten Produkten, etwa Schraubverschlüsse für PET-Getränkeflaschen. In Westeuropa konzentrieren sich die Produzenten dagegen zunehmend auf qualitativ hochwertige Produkte und spezielle Auftragsfertigungen, zum Beispiel auf anspruchsvolle Verschlüsse mit Versiegelung und eingebauten Dosierhilfen für Medikamente. Besonders bei Kosmetika spielen auch optische Eigenschaften, wie Transparenz und Glanz, eine bedeutende Rolle. Detaillierter Überblick Die auftragsunabhängige Marktstudie Kunststoff-Verschlüsse analysiert nach Angaben von Ceresana Research auf 1.130 Seiten Produktion, Verbrauch und Handel von Kunststoff-Verschlüssen in 31 europäischen Ländern und prognostiziert die voraussichtliche Entwicklung bis zum Jahr 2017. Detailliert werde in der Studie die Nachfrage nach Kunststoff-Deckeln und Kappen untersucht, und zwar jeweils für einzelne Anwendungsgebiete. Neben einem Herstellerverzeichnis mit 379 Profilen von Verschluss-Produzenten und Angaben zu Innovationen und Trends verspricht die Studie demnach auch grundlegende Informationen zu den verschiedenen Verschluss-Arten, beispielsweise zur Rechtslage hinsichtlich Lebensmittelkontakt und Kindersicherung. Der umfassende Marktreport zu Kunststoff-Verschlüssen ist auf Englisch und Deutsch bei Ceresana Research erhältlich. Dateianhang zur Meldung: Weitere Informationen: www.ceresana.com/de/marktstudien/industrie/kunststoff-verschluesse/ |
Ceresana Research, Konstanz
» insgesamt 147 News über "Ceresana Research" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Spectrix + voestalpine: Additive Formeinsätze verkürzen Zykluszeit um 28 Prozent
Borouge: Kapazitätsausbau für mechanisch recycelte Polyolefine
Arburg: Partnerprojekt integriert individuelle Data-Matrix-Codes direkt in den Spritzgießprozess
Amis: Zerkleinerungssysteme für Spritzguss- und Blasformabfälle
Ernst Jäger Kunststoffverpackung: Insolvenzverfahren nach Sanierung in Eigenverwaltung aufgehoben
OPmobility: Übernahme des Beleuchtungsgeschäfts von Hyundai Mobis
Meist gelesen, 10 Tage
Leuna-Polyamid: Insolvenzverfahren eröffnet - Geordnete Stilllegung der Anlagen eingeleitet
Westlake: Aus für PVC-Werk von Vinnolit in Köln
Ernst Jäger Kunststoffverpackung: Insolvenzverfahren nach Sanierung in Eigenverwaltung aufgehoben
Schleich: David Albert übernimmt die Unternehmensführung
OPmobility: Übernahme des Beleuchtungsgeschäfts von Hyundai Mobis
Meist gelesen, 30 Tage
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Arburg: Mikro-Spritzgießen filigraner 0,002-Gramm-Bauteile
Lotte Chemical: Übernahme der Engro Polymer & Chemicals
Haitian: Spritzgießtechnik, Automation und europäische Fertigung im Fokus
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| IKT: Lehrbuch „Kunststofftechnik – Einführung und Grundlagen“ in neuer Auflage
|