| 18.11.2010, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das Geschäft mit den Fluorkautschuken (FKM) der Levatherm F-Familie des Synthesekautschuk-Pioniers LANXESS entwickelt sich nach Angaben des Unternehmens vielversprechend: Bereits rund ein Jahr nach der Vereinbarung über die Vertriebspartnerschaft mit dem russischen Kautschukhersteller Halopolymer, OJSC, Moskau (Siehe auch plasticker-News vom 20.4.2009), hätten die ersten Levatherm F-Chargen ihren Weg in die Technik gefunden. Ein Beispiel für ein Einsatzgebiet dieser Fluorkautschuke sind Gummi-Kompensatoren für Rohrleitungen, die heiße oder korrosive Medien fördern. „Kompensatoren sind elastische Kupplungen, die in der Industrie überall dort eingesetzt werden, wo Schwingungen und Längenausdehnungen in Rohrleitungen aufgefangen werden müssen“, sagt Dr. Martin Mezger, Technical Manager FKM in der Business Unit Technical Rubber Products bei LANXESS. „Dabei müssen sie sowohl Dichtungs- als auch Dämpfungs-Aufgaben erfüllen.“ Sie sind ein gutes Beispiel für die Stärke von Fluorkautschuken, weil Gummi-Kompensatoren je nach Aufgabengebiet traditionell aus unterschiedlichsten Synthesekautschuken produziert werden: In Warmwasser-Leitungen kommt zum Beispiel häufig EPDM zum Einsatz, in Lebensmittel- oder Öl-führenden Leitungen können dagegen (hydrierte) Nitrilkautschuke zur Anwendung kommen. „Wenn die Rohrleitungen jedoch aggressive Medien oder Gase führen oder hohen Temperaturen standhalten müssen, führt praktisch kein Weg mehr an Fluorkautschuken vorbei – etwa in Rauchgasentschwefelungs- oder Chemieanlagen. Gegenüber starken Säuren oder bei Temperaturen, die dauerhaft über 160°C liegen, sind FKM sogar gegenüber robusten HNBR-Kautschuken im Vorteil. Das Beispiel Kompensator zeigt daher, welche Vorteile ein breiteres Synthesekautschuk-Produktspektrum für unsere Kunden mit sich bringt: Wir können sie nun noch umfassender als bisher beraten und ihnen für eine noch größere Zahl von Anwendungsfällen den optimalen Werkstoff empfehlen – und aus einer Hand liefern“, erläutert Mezger. Mit den FKM-Typen habe das Unternehmen sein Angebot an entscheidender Stelle abgerundet: Fluorkautschuke gelten in der Branche als begehrte Problemlöser – unter anderem auf Grund ihrer außerordentlichen Hitzebeständigkeit. Seit kurzem bietet LANXESS seinen Kunden nicht nur das FKM-Rohpolymer an, sondern auch Precompounds, um ihnen die Verarbeitung dieser Kautschuke zu erleichtern. Sie sind unter anderem gedacht für die Herstellung von Produkten, die schnell vulkanisiert werden oder mit höherer Vernetzungsdichte aufwarten müssen. Beispiele sind spritzgegossene Formteile mit geringen Druckverformungsresten. Eine andere Variante ist ausgelegt für Verarbeiter, die auf eine hohe Prozesssicherheit angewiesen sind. Diese „langsameren“ Precompounds eignen sich zum Beispiel für die Extrusion von Schläuchen oder für die Herstellung von Produkten mit langen Fließwegen im Werkzeug. Weitere Informationen: lanxess.com |
LANXESS AG, Leverkusen
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